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09. Dezember 2016 | 12:34 Uhr

Pro Argument : Lass sie doch spielen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Gut gemeint, schlecht gemacht. Mit seiner Allgemeinverfügung ist Ordnungssenator Chris Müller (SPD) deutlich über das legitime Ziel hinausgeschossen, gewisse Grundprinzipien für Straßenmusikanten aufzustellen. Das zeigt schon die Begründung, für die Müller die Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung heranzieht. Das klingt nach Terrorismus, aber doch nicht nach Straßenmusik. Und mal ganz davon abgesehen gab es in Rostock bereits Vorschriften: maximal 30 Minuten am gleichen Standort, danach mindestens 100 Meter weiterziehen. Geschmack – in diesem Fall das eigentliche Grundproblem – lässt sich nicht vorschreiben. Statt also neue Verbote zu erlassen, sollte Rostock aus der Straßenmusik lieber eine Stärke machen. Wir brauchen mehr davon, nicht weniger. Das bringt Flair in die Stadt.

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erstellt am 17.Nov.2016 | 20:55 Uhr

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