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06. Dezember 2016 | 22:51 Uhr

Splitter : Großbaustelle Kirche

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Sie gehört zu den größten Kirchen der Region, wirkte von außen immer leidlich intakt und war dennoch stark sanierungsbedürftig. Nicht zuletzt dank der Arbeit des Fördervereins zur Erhaltung der St. Bartholomäus-Kirche zu Wittenburg ist inzwischen eine Menge in und an dem Bau im Herzen Wittenburgs passiert. Die Vereinsvorsitzende, Barbara Gubalke, berichtete vor kurzem in unserer Zeitung: „Der erste Bauabschnitt der Außenrenovierung unserer Kirche wurde bereits fertig gestellt. Das betraf den Ostchor mit Gemäuer, Fenster und Dachtragewerk sowie die Reinigung sämtlicher Gewölbe.“ Trocken gelegt wird vor allem der Sockel um die Kirche, das Wasser wird über natürliche Rinnen abgeleitet , um es vom Fundament fernzuhalten. Zum Verein gehören mehr als 200 Mitstreiter. Die Kirche wurde zwischen 1257 und 1284 dem heiligen Bartholomäus geweiht. Als nächster Schritt soll die Innensanierung folgen abhängig von der Finanzierung, die auch auf Spenden beruht.

 

Radwege gefordert

Neue Radwege in und um die Stadt Wittenburg, das wird eines der zentralen Themen der kommenden Jahre werden. Denn an den entscheidenden Stellen fehlen sichere Verbindungen für Radfahrer, vor allem an der Umgehungsstraße. Hier sträubt sich das Land als zuständiger Baulastträger nach wie vor, dieses Thema überhaupt anzugehen. Doch der alte Plan, den Radfahrer immer durch die Stadt zu führen, funktioniert nicht. Spätestens dann, wenn das Projekt „Wittenburg Village“ umgesetzt wird, sind Radwege überfällig. In diese Kategorie gehört auch die immer noch nicht realisierte Radwegeverbindung zwischen Wittenburg und Zarrentin. Zwar wird aktuell an der Erweiterung bis nach Waschow gebaut, doch wie es in Richtung Schaalsee weitergeht, ist nicht klar. Margret Seemann hat im Gespräch mit der Schweriner Volkszeitung angekündigt, bei Thema Radwege das Land deutlich in die Pflicht nehmen zu wollen. Die Stadt selbst kann in diesem Punkt nur wenig leisten.

 

Der Skijunge bei seiner Ankunft in Wittenburg im Jahre 2009.
Der Skijunge bei seiner Ankunft in Wittenburg im Jahre 2009. Foto: Pohle
 

Noch immer vermisst

Er war nur für kurze Zeit das Wahrzeichen der Stadt, im Januar 2009 wurde er mitten im Kreisverkehr an der Autobahn aufgestellt. Ende Oktober 2011 verschwand er dann über Nacht, der bronzene Skijunge. Lieblos herausgerissen, nur die metallenen Ski standen noch eine Weile als Mahnmal bis auch sie verschwanden. Der Sachschaden lag bei 3000 Euro und selbst ein Finderlohn von 2000 Euro brachte nichts. Wahrscheinlich ist der Bronzejunge einfach eingeschmolzen worden.

 

Deutschunterricht für syrische Flüchtlinge in Wittenburg, „Mr. Jürgen“ steht hier im Hintergrund.
Deutschunterricht für syrische Flüchtlinge in Wittenburg, „Mr. Jürgen“ steht hier im Hintergrund. Foto: Pohle
 

Die Neuen vom Wölzower Weg

Die Flüchtlingskrise ging auch an der Stadt nicht spurlos vorbei. Dank der Initiative des Unternehmers Jürgen Baumgarten musste die Stadt keine eigene Unterkunft bereitstellen. Baumgarten brachte die Neuen, die meist aus Syrien kamen, vergleichsweise gut unter. Von einigen Einheimischen wurde er dafür beschimpft, von einigen Syrern sogar massiv bedroht. Inzwischen sind nur noch wenige Flüchtlinge da.

 

Mit dem Kran wird der neun Meter lange Eckstiel in die Holzkonstruktion der Wittenburger Mühle eingefügt.
Mit dem Kran wird der neun Meter lange Eckstiel in die Holzkonstruktion der Wittenburger Mühle eingefügt. Foto: Hirschmann
 

Auferstehung des Wahrzeichens

Für Norbert Fenske und die Freunde vom Förderkreis in Wittenburg ist eine Mühle eine geniale technische Erfindung, die unbedingt der Nachwelt erhalten werden muss. Deshalb hat sich der Wittenburger Förderkreis unermüdlich um die Sanierung des technischen Denkmals auf dem Mühlenberg bemüht, 2014 war das nach vielen Mühen endlich geschafft. Eigentlich war die Mühle zuvor abrissreif.

 

Mehr als 8000 Zuschauer feierten in Wittenburg Laith Al-Deen.
Mehr als 8000 Zuschauer feierten in Wittenburg Laith Al-Deen. Foto: Foto: Tilo Röpcke
 

Der NDR kommt gern in die Stadt

In diesem Jahr war sie wieder in der Stadt, die Sommertour des NDR. Nicht zum ersten Mal, trotz der finanziellen Hürden, die so ein Fest auch für den Mitveranstalter, das Alpincenter, mit sich bringt. Die Wittenburger danken die Mühe, in dem sie zahlreich kommen und sich auch in achtbarer Zahl an den immer sehr lösbaren Stadtwetten beteiligen.

 

<p>Die Grenzbeziehung ist ein alter Volksbrauch. </p>

Die Grenzbeziehung ist ein alter Volksbrauch.

Foto: Stadt Wittenburg
 

Die guten, alten Bräuche

Mit der so genannten Grenzbeziehung ist in den vergangenen Jahren ein alter Brauch wiederbelebt worden. 1833 machten sich die Wittenburger auf den Weg zur Stadtgrenze, um eine feierliche Grenzbesichtigung vorzunehmen, vornehmlich, um Grenzverletzungen zu verhüten und den jüngeren Gemeindemitgliedern die Grenzen ihrer Feldmark genau einzuprägen. Jetzt gibt es die Umzüge mit Salut wieder.

 

<p>Auch der Läufernachwuchs kämpft in Wittenburg um jeden Zentimeter.</p>

Auch der Läufernachwuchs kämpft in Wittenburg um jeden Zentimeter.

Foto: thoW
 

Mühlenlauf, der Fels im Laufkalender

Wer in Mecklenburg-Vorpommern aktiv läuft, der kennt auch Wittenburg. Denn mit dem Mühlenlauf beginnt traditionell die Saison der Cupläufer. Wenn in Wittenburg gestartet wird, dann ist die Winterpause vorbei. In diesem Jahr gab es die 28. Auflage des von rührigen Organisatoren vorbereiteten Events mit einem Rekord von 632 Teilnehmern. An dem Namensgeber des Laufes, der Mühle, laufen die Jogger nur vorbei. Und die meisten haben im März keine Muße und auch keine Luft, die Mühle zu genießen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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erstellt am 17.Okt.2016 | 12:00 Uhr

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