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02. Dezember 2016 | 19:10 Uhr

Bürgermeister : Dummerstorf – eine Gemeinde mit Perspektive

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Bürgermeister Axel Wiechmann im Gespräch

Die Gemeinde besteht aus vielen Orten – großen wie kleinen. Was macht sie Ihrer Meinung nach aus?

Wir sind von der Lage her nicht die typische Küsten- und Touristenregion, sondern natürlich gewachsene Dörfer, in denen eine Entwicklung stattgefunden hat. Und Dummerstorf ist seit 1939 mit dem Kaiser Wilhelm-Institut auch Forschungsstandort. Darüber hinaus ist die Gemeinde aber noch viel mehr.

Wie hat sich die Gemeinde in den vergangenen Jahren entwickelt?

In den 90er-Jahren hat eine gewisse Stadtflucht stattgefunden, die auch an Dummerstorf nicht vorbeigegangen ist. Viele haben in den neuen Wohngebieten ihre Einfamilienhäuser bauen können. Außerdem haben wir mit den Landes- und Bundeseinrichtungen, dem Polizeipräsidium, der JVA und den großen Gewerbegebieten viele Arbeitsplätze geschaffen. In der Gemeinde gibt es mehr versicherungspflichtige Arbeitsplätze als Einwohner. Dennoch sind wir auch noch ein bisschen landwirtschaftlich geprägt. Wir sind zum Beispiel sehr stolz darauf, dass das Landesgut hier seinen Sitz hat und produziert.

Und wie sieht es bei den Einwohnerzahlen aus?

Wir haben derzeit zirka 7300 Einwohner – Tendenz steigend. Wie andere Gemeinden auch, kommen wir gar nicht damit hinterher, den Bedarf an Ansiedlungen zu decken. Denn eine Herausforderung ist, den Menschen, die hier arbeiten, auch die Möglichkeit zu geben, sich hier anzusiedeln.

Hätte die Gemeinde denn noch Möglichkeiten, neue Gebiete zu erschließen?

Wir sind eine der Gemeinden mit Zukunftsperspektive. Das heißt, dass wir noch ein paar mehr Wohnbauflächen ausweisen können als andere. Aber es müssten viel mehr sein, um die Bedarfe zu bedienen – auch wenn wir in der Regel keine Eigentumsflächen haben. Und aufgrund von gesetzlichen Vorschriften können wir nicht unbegrenzt Wohngebiete erschließen. Anfang nächsten Jahres soll aber ein Gebiet in die Bebauung gehen, auf dem 30 bis 35 Grundstücke entstehen. Außerdem wollen wir bis 2018 mit einem Generationenwohnen fertig werden. Und in den verbleibenden Gebieten in Dummerstorf und Kavelstorf ist es unsere Aufgabe, geeignete Flächen zu identifizieren und auszuweisen. Es gibt Gespräche in Kavelsdorf. Ich hoffe, dass wir im nächsten Jahr dort ein größeres Wohngebiet erschließen können.

Die Gemeinde ist flächenmäßig recht groß. Welche Herausforderungen sind damit verbunden?

Zum Beispiel haben wir neben der Autobahn sowie den Landes- und Bundesstraßen eine ganze Anzahl an gemeindeeigenen Straßen, über 130 Kilometer. Und die müssen wir unterhalten und gegebenenfalls auch erneuern. Das ist eine Herausforderung, die wir in den vergangenen Jahren ganz ordentlich hinbekommen haben. Aber man ist nie fertig.

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