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10. Dezember 2016 | 04:06 Uhr

Kommentar : Chancen nicht genutzt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Noch einmal „Hope“ und noch einmal „Yes we can!“ zum Abschied. Barack Obama will Mut machen und Hoffnung geben auf seiner Abschiedstournee, ein Zeichen setzen für Freiheit und Demokratie. Der scheidende US-Präsident und die Kanzlerin als Hüter der Ordnung in der westlichen Welt? Angela Merkel als letzte Verteidigerin des freien Westens, wie es die New York Times bereits prophezeit? Hier werden Erwartungen formuliert, die von einem einzelnen Staatenlenker gar nicht allein erfüllt werden können. Statt Begeisterung herrscht am Ende der Amtszeit Obamas eher Ernüchterung. So überschwänglich die gegenseitige Wertschätzung und der Dank für gute Zusammenarbeit auch sind, so sehr müssen sich Merkel und Obama auch vorwerfen lassen, die Chancen, die die transatlantische Partnerschaft bieten, nicht ausreichend genutzt zu haben. Ob Euro-Krise, Ukraine, ob Syrien oder TTIP und Klimaschutz – zu oft ist Sand im Getriebe gewesen. Obama hinterlässt ein gespaltenes Amerika, und Merkel hat zuletzt mit ihrer Politik polarisiert. Es reicht nicht aus, zu erklären, dass die Globalisierung und ihre Folgen nicht aufzuhalten sind. Man muss die Menschen auch mitnehmen und dafür sorgen, dass sich möglichst wenige abgehängt fühlen.

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