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03. Dezember 2016 | 05:41 Uhr

Bürgermeister : Beliebter Wohnort mit entsprechender Preisentwicklung

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Bürgermeister Frank Giese im Gespräch

Herr Giese, was macht Graal-Müritz Ihrer Meinung nach besonders wohnens- und lebenswert?

Wir haben hier eine besondere Natur und Luft zu bieten mit dem Küstenwald und der Ostsee. Außerdem verfügt Graal-Müritz über eine gute Infrastruktur und im Ort herrscht ein reges Vereinsleben.

Und wie ist das Ostseeheilbad vorrangig geprägt?

Die Hauteinnahmequelle hier ist der Tourismus mit über einer Million Übernachtungen und 160 000 Gästen pro Jahr. Aber Graal-Müritz ist auch ein gefragter Wohnstandort – mit der entsprechenden Preisentwicklung. Das ist leider die Kehrseite der großen Nachfrage. Der Bedarf an preiswertem Wohnraum ist größer als das Angebot.

Was macht die Gemeinde, um dieser Situation entgegenzuwirken?

Wir versuchen, neue Wohngebiete zu planen. Aber hier sind uns auch Grenzen gesetzt durch den Wald, die Ostsee und Landschaftsschutzgebiete. Und eine Verdichtung bestehender Gebiete ist ebenfalls nie unproblematisch.

Wie sieht es denn bei der Entwicklung der Einwohnerzahlen aus?

Die sind relativ konstant. Derzeit leben etwa 4200 Einwohner mit Hauptwohnsitz in Graal-Müritz sowie noch einmal 600 mit Nebenwohnsitz. Und wir haben knapp 8000 Gästebetten im Ort. Eine Zahl, bei der wir sagen, dass wir nicht nach höheren Tourismuszahlen streben. Denn auch die Infrastruktur kennt ihre Grenzen.

Apropos Infrastruktur: Gibt es in diesem Bereich irgendwo Nachholbedarf?

Dadurch, dass der Ort touristisch geprägt ist, haben wir, was Einkaufsmöglichkeiten und ärztliche Versorgung betrifft, alles da. Und im Bereich Kinderbetreuung können wir mit den Kita-Plätzen den Bedarf komplett abdecken. Beim Hort sind wir durch einen geplanten Neubau für etwa 100 Plätze an einer Lösung dran. Im Moment schaffen wird dafür die bauplanlichen Voraussetzungen. In der letzten Zeit haben wir uns darauf konzentriert, die soziale Infrastruktur auszubauen. So haben wir die komplette Sportanlage mit Funktionsgebäude, Kunstrasen- und Rasenplatz komplett erneuert, der neue Bürgertreff hat vor Kurzem eröffnet und zusammen mit der Kirche haben wir das Gemeindehaus gebaut. Durchaus eine nicht ganz alltägliche Kooperation zwischen Gemeinde und Kirche, was die Beteiligung an der Finanzierung und Fördermittel betrifft.

Gibt es denn noch Baustellen, an denen die Gemeinde arbeiten muss?

Auf der Prioritätenliste ganz oben stehen der Hortneubau und das Jugendhaus. Außerdem wollen wir in der Kurstraße das Verkehrsproblem für die Radfahrer entschärfen und mehr Sicherheit für sie schaffen. Perspektivisch ist der Seebrückenvorplatz ein großer Entwicklungsbereich.

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erstellt am 14.Nov.2016 | 13:36 Uhr

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