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03. Dezember 2016 | 16:43 Uhr

Kommentar von Rasmus Buchsteiner : Aufklären

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Nun scheint sich ein lang gehegter Verdacht zu bestätigen: dass die Autohersteller nicht nur bei den Stickstoffoxiden getrickst haben, sondern auch beim Klimakiller CO2.

Hinter der Studie, die jetzt einen 42-Prozent-Unterschied zwischen den offiziellen Angaben zum Spritverbrauch und den tatsächlichen Werten belegen soll, stehen nicht irgendwelche Forscher. Es handelt sich um genau jenes Konsortium, das bereits den VW-Abgasskandal aufgedeckt hatte. Wenn die Automobilindustrie von ärgerlichen Unterschieden zwischen Labor- und Straßenwerten spricht, ist das nicht mehr als der durchsichtige Versuch, die Befunde kleinzureden.

Zugegeben: Grundlage der Untersuchung sind vorhandene Daten. Doch Auffälligkeiten hat inzwischen auch das Kraftfahrtbundesamt erkannt. Es ist höchste Zeit, die Testergebnisse der Behörde nicht länger unter Verschluss zu halten und darzulegen, welche der Tricksereien noch gerade eben mit dem Buchstaben des Gesetzes zu vereinbaren sind und in welchem Ausmaß von illegalem Handeln die Rede sein kann. Wie vor gut einem Jahr, als der VW-Skandal publik wurde, geht es um Vertrauen, das weiteren schweren Schaden nehmen kann. Wer bei CO2-Werten manipuliert, schädigt darüber hinaus auch Staat und Steuerzahler.

Aufklärung ist jetzt das Gebot der Stunde.


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