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Wirtschaft

02. Dezember 2016 | 19:09 Uhr

Dividende stabil : Gegenwind für Thyssenkrupp

vom

Vor allem ungelöste Probleme beim Stahl machen dem Unternehmen Thyssenkrupp weiter zu schaffen. Ein neues Sparprogramm soll im kommenden Jahr vorgelegt werden.

Thyssenkrupp bleibt in Turbulenzen: Auch mehr als fünf Jahre nach dem Amtsantritt von Konzernchef Heinrich Hiesinger sieht sich des Essener Industriekonzern bei seinem Umbau noch längst nicht am Ziel.

Vor dem Hintergrund von andauernden Problemen vor allem in der Stahlsparte kündigte Hiesinger bei der Bilanzvorlage in Essen weitere Sparanstrengungen an.

Unabhängig von einer möglichen Konsolidierung werde es weitere Einschnitte bei der Traditionssparte geben. Ein entsprechendes Programm werde im Frühsommer kommenden Jahres vorgelegt.

Der Betriebsrat des Konzerns hatte zuvor bereits vor möglichen Standortschließungen beim Stahl gewarnt. Zuletzt hatten im Sommer Tausende Stahlkocher für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze demonstriert.

Hintergrund der geplanten Einschnitte seien massive Überkapazitäten in der europäischen Stahlindustrie, betonte Hiesinger. Zum Stand der seit Monaten laufenden Gespräche über einen möglichen Zusammenschluss mit dem Konkurrenten Tata machte der Konzernchef dagegen keine Angaben. Mindestanforderung für ein mögliches Zusammengehen mit Tata sei jedoch eine Lösung für die milliardenschweren Pensionsverpflichtungen des Unternehmens in Großbritannien.

Trotz Gegenwinds auch durch einen massiven Preisverfall im Werkstoffgeschäft sei es im zurückliegenden Geschäftsjahr jedoch wieder gelungen, schwarze Zahlen zu schreiben. Im zurückliegenden Jahr 2015/16 (30.9.) war der Jahresüberschuss des Konzerns um zwei Prozent auf 261 Millionen Euro zurückgegangen. Der operative Gewinn (bereinigtes Ebit) rutschte sogar um zwölf Prozent auf knapp 1,5 Milliarden Euro ab. Einsparungen von fast einer Milliarde Euro stabilisierten dabei das Ergebnis. Der Umsatz schmolz um 8 Prozent auf 39,3 Milliarden Euro. Die Dividende will Thyssenkrupp mit 15 Cent pro Aktie allerdings stabil halten.

Auch die Finanzlage des Konzerns bleibt weiter angespannt. So verringerte sich in den zwölf Monaten bis Ende September das Eigenkapital um mehr als ein Fünftel auf 2,6 Milliarden Euro. Die Schulden stiegen um drei Prozent auf 3,5 Milliaden Euro an.

Weiteres Sorgenkind im Konzern ist der Großanlagenbau, zu dem die U-Boot-Sparte gehört. Die Sparte musste im zurückliegenden Jahr einen massive Einbruch vor allem bei den Auftragseingängen hinnehmen. Ein Sanierungsprogramm soll nun Besserung bringen. Allerdings muss Thyssenkrupp das ohne den dafür ursprünglich vorgesehenen Manager durchziehen. Dieser hatte vor wenigen Tagen seinen Hut genommen, weil er gegen die konzerneigenen Regeln der guten Unternehmensführung verstoßen hatte.

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erstellt am 24.Nov.2016 | 13:50 Uhr

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