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Politik

03. Dezember 2016 | 01:22 Uhr

Taliban: Selbstmordanschlag : Tote bei Explosion auf US-Stützpunkt

vom

Erst das deutsche Generalkonsulat in Masar-i-Scharif, jetzt der US-Stützpunkt in Bagram - Afghanistan kommt nicht zur Ruhe. Wieder gibt es Tote und Verletzte.

Zwei Tage nach dem Angriff auf das deutsche Generalkonsulat in Masar-i-Scharif ist auf dem afghanischen US-Luftwaffenstützpunkt Bagram ein Sprengstoffanschlag verübt worden.

Zwei US-Soldaten und zwei amerikanische Vertragsarbeiter wurden getötet. Insgesamt 17 Menschen seien verletzt worden, 16 davon US-Uniformierte und ein polnischer Soldat, teilte Pentagonchef Ashton Carter mit. Die radikal-islamischen Taliban bekannten sich über den Kurznachrichtendienst Twitter zu der Explosion. Ein Sprecher der Islamisten, Sabihullah Mudschahid, erklärte, es habe sich um einen Selbstmordanschlag gehandelt.

Bagram ist der größte Stützpunkt der US-Truppen in Afghanistan. Dort befindet sich auch das Hauptquartier der US-Streitkräfte in Afghanistan. Gegenwärtig sind noch knapp 10 000 US-Soldaten im Land.

Nach Angaben der Nato, die in Afghanistan mit der Ausbildungsmission «Resolute Support» im Einsatz ist, ereigenete sich die Explosion am Morgen gegen 5.30 Uhr Ortszeit. Medizinische Teams und zusätzliche Sicherheitskräfte waren im Einsatz. Bagram liegt in der Nähe der Hauptstadt Kabul.

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg sprach auf Twitter den Angehörigen der Toten sein Beileid aus. «Die Nato steht an der Seite von Afghanistan im Kampf gegen Terror», schrieb er. Auch das Kommandozentrum der US-Streitkräfte für die Region nahm online Anteil. Die Identität der Opfer sei noch unbekannt, hieß es von lokalen afghanischen Behörden.

Erst am Donnerstagabend hatten Taliban das deutsche Generalkonsulat in Masar-i-Scharif im Norden Afghanistans angegriffen. Dabei starben mindestens 4 Menschen, weitere 128 wurden verletzt. Deutsche blieben dabei unversehrt. Als Grund für ihren Angriff führten die Taliban später deutsche Unterstützung für einen US-Luftangriff in der Provinz Kundus an, bei dem Anfang November auch rund 30 Zivilisten getötet worden waren.

Tweet von Jens Stoltenberg

Nato-Pressemitteilung (englisch)

Tweet von U.S. Central Command (englisch)

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erstellt am 12.Nov.2016 | 17:13 Uhr

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