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Politik

29. März 2017 | 01:34 Uhr

Verunglimpfung der Kanzlerin : Merkel als „Frau Hitler“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Türkische Zeitung zeigt Merkel mit SS-Uniform

Die regierungsnahe türkische Zeitung „Günes“ hat Bundeskanzlerin Angela Merkel als „weiblichen Hitler“ bezeichnet und auf der Titelseite mit SS-Uniform und Hakenkreuz abgebildet. „Frau Hitler“ schrieb die Zeitung in ihrer Ausgabe am Freitag auf Deutsch daneben.

Die Kanzlerin wurde zusätzlich als „hässliche Tante“ verunglimpft. In der Fotomontage auf der Titelseite verpasste die Redaktion Merkel außerdem einen Hitler-Bart. In der rechten Hand hält sie eine Pistole. Im Innenteil schrieb die Zeitung: „Sie unterscheidet sich überhaupt nicht von Hitler“. Unter dieser Überschrift zeigt das Blatt Merkel mit Hitlergruß.

Im vergangenen Juni hatte das Blatt nach einem Autobombenanschlag in Istanbul mit elf Toten Deutschland für die Tat verantwortlich gemacht. Als sogenannte Quelle hatte „Günes“ genannt: „So denkt die Türkei“. Zu dieser Tat hatte sich eine Splittergruppe der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK bekannt. Mit einer Auflage von gut 100 000 Exemplaren gehört „Günes“ zu den zehn größten Tageszeitungen des Landes.

Extra: Angespanntes Verhältnis zwischen Deutschland und der Türkei

Erdogan empfiehlt Türken fünf Kinder
Im eskalierenden Streit mit Europa hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan die in Europa lebenden Türken aufgefordert, ihren Einfluss auszubauen und mehr Kinder zu zeugen.„Macht nicht drei, sondern fünf Kinder“, sagte Erdogan gestern bei einer Wahlkampfveranstaltung in Eskisehir. „Von hier aus appelliere ich an meine Bürger und Brüder in Europa: Da wo ihr arbeitet und lebt, ist nun Eure Heimat. Gründet noch mehr Betriebe. Schickt Eure Kinder in bessere Schulen. Lasst Eure Familien in besseren Stadtteilen leben. Steigt in die besten Autos. Wohnt in den schönsten Häusern.“

Minister droht mit 15 000 Flüchtlingen
Im Streit mit Deutschland und den Niederlanden hat der türkische Innenminister Süleyman Soylu gedroht, Flüchtlinge aus seinem Land über die Grenze in die EU zu schicken. „Wenn Ihr wollt, ebnen wir jeden Monat 15 000 Flüchtlingen den Weg, die wir Euch (bislang) nicht geschickt haben, damit Ihr Euch einmal wundert“, sagte Soylu nach einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu aus der Nacht zu gestern in Ankara. An diesem Sonnabend jährt sich der Flüchtlingspakt der EU mit der Türkei. Soylu warf Deutschland und den Niederlanden vor, sich in innere Angelegenheiten seines Landes einzumischen.

 

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erstellt am 17.Mär.2017 | 20:45 Uhr

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