zur Navigation springen

Politik

09. Dezember 2016 | 12:38 Uhr

Gegenwehr mit Sprengfallen : Iraks Armee rückt an Stadtrand der IS-Hochburg Mossul vor

vom

Die Schlacht um die IS-Hochburg Mossul könnte sich noch Monate hinziehen. Die Dschihadisten verteidigen sich mit Sprengfallen, Selbstmordattentätern und Scharfschützen. Damit können sie die Angreifer bisher aufhalten, aber nicht stoppen.

Zwei Wochen nach Beginn der Großoffensive auf die IS-Hochburg Mossul haben sich irakische Sicherheitskräfte im Osten bis an die Grenze der Großstadt herangekämpft.

Nach Angaben aus der Militärführung eroberten Eliteeinheiten der Armee am Montag den Ort Baswaja, das letzte Dorf vor den Außenbezirken Mossuls. Die Truppen würden nun versuchen, die Dschihadisten aus dem Vorort Gogdschali zu vertreiben. Aus Militärkreisen hieß es, auch von Norden her seien die Truppen weiter an die Stadt herangerückt.

Eine unabhängige Bestätigung für das Vorrücken der Streitkräfte gab es zunächst nicht. Berichte, nach denen Einheiten der Armee bereits in den östlichen Stadtteil Karama vorgedrungen seien, dementierte der Sprecher. Die kurdische Nachrichtenseite Rudaw berichtete unter Berufung auf den Chef der Anti-Terror-Einheiten, die Kämpfer seien nur noch 800 Meter von den Grenzen Mossuls entfernt.

Vor zwei Wochen hatten die irakische Armee, kurdische Peschmerga-Kämpfer und lokale Milizen mit einer Großoffensive auf Mossul im Norden des Iraks begonnen. Die von den USA geführte Koalition unterstützt die Operation mit Luftangriffen. Alleine an der Front im Süden der ehemaligen Metropole wurden seit Beginn nach irakischen Militärangaben mehr als 750 Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) getötet.

Die beteiligten Kräfte nähern sich Mossul aus drei Richtungen und konnten in den vergangenen zwei Wochen schnell Boden gegen die Dschihadisten gewinnen. Diese versuchen, den Vormarsch mit Sprengfallen, Selbstmordattentätern und Scharfschützen aufzuhalten.

Es wird vermutet, dass sich viele IS-Kämpfer aus den umliegenden Dörfern nach Mossul zurückgezogen haben, um die IS-Bastion zu verteidigen. Beobachter rechnen damit, dass sich die Schlacht um die Stadt noch über Monate hinziehen könnte.

Bericht Rudaw

zur Startseite

von
erstellt am 31.Okt.2016 | 16:09 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen