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Politik

01. Oktober 2016 | 17:30 Uhr

Bundestag 2017 : Gregor Gysi kandidiert erneut

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Linken-Franktionschef Gregor Gysi will 2017 erneut für den Bundestag kandidieren.

Der langjährige Linken-Fraktionschef Gregor Gysi will 2017 erneut für den Bundestag kandidieren. Er habe diese Entscheidung „nach reiflicher Überlegung“ getroffen und komme damit „Bitten und Signalen“ vor allem aus seinem Wahlkreis nach, sagte der 68-Jährige dem „Berliner Kurier“. Er wolle nur als Direktkandidat im Bezirk Treptow-Köpenick antreten. Diesen hatte Gysi mehrfach gewonnen – zuletzt 2013 mit 42,2 Prozent.

Gysi machte sich erneut für Rot-Rot-Grün als Alternative zur Union stark. „Angela Merkel hat Europa entsolidarisiert wie kein Kanzler zuvor. Die CDU/CSU muss in die Opposition, auch damit sie die AfD überflüssig machen kann“, sagte Gysi dem Blatt. Die Linke müsse „noch mehr Verantwortung übernehmen“. „Der Protest gegen Merkel muss in die richtigen Bahnen, damit sich endlich etwas positiv entwickelt im Land.“

Kommentar
Die Droge Gysi

Abhängige können es nicht lassen. Sie versprechen, die Finger von den Drogen zu lassen und erleiden trotzdem Rückfälle. Die Linkspartei ist süchtig nach Gregor Gysi.  Nach mehreren Rücktritten greift die Partei erneut zu ihrer charismatischen Spritze. Die Linke droht unter dem Druck der AfD auszubluten, doch statt Argumente und Nachwuchs zu präsentieren, schmeißt sich die Partei die quasselnde Wunderdroge ein. Mal wieder. Und der Stoff namens Gysi macht hochgradig süchtig. Er fixt seine Parteifreunde mit der Vorstellung einer rot-rot-grünen Bundesregierung an.  Doch wie viel Rauschgift verträgt ein Parteikörper, bis er inhalts- und positionslos am Boden liegt? Eins ist klar, irgendwann ist auch für den Linken-Star Schluss.  Es kommt der Tag,   an dem die Genossen  ohne  die Droge Gysi leben müssen. Der Entzug  wird schmerzhaft werden.

Armin Kung

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