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Politik

06. Dezember 2016 | 16:57 Uhr

Wahlprogramm nach US-Wahl 2016 : Diese Themen hat Donald Trump ganz oben auf der To-Do-Liste

vom

Donald Trump hat in Washington erklärt, was er als erstes als Präsident tun will. Vor einem Thema drückt er sich.

Washington | Viel weiß man nicht darüber, was Donald Trump wirklich will. Nun hat der nächste US-Präsident seinen ersten Fahrplan vorgestellt.

Egal ob eine Mauer zu Mexiko, ein Einreiseverbot für Muslime oder der Rückzug aus der Nato –Trump hat im Wahlkampf mit provokanten Forderungen für Aufsehen gesorgt. Einen Überblick zu seinen Forderungen gibt es hier.

Die Sicherheit der Grenzen und eine Gesundheitsreform gehören zu den ersten Schwerpunkten des künftigen US-Präsidenten Donald Trump. Die dritte Priorität sei die wirtschaftliche Lage, sagte der Republikaner in Washington. Zuvor hatte er sich am Donnerstag mit dem republikanischen Mehrheitsführer im Senat, Mitch McConnell, getroffen.

Auf die Frage, ob er mit dem Kongress an einem Einreisebann für Muslime arbeiten werde, antwortete Trump nicht. Die Forderung war Bestandteil seines Wahlkampfes. Er hatte seine Position allerdings mehrmals geändert. Auf seiner Homepage stand bis zuletzt eine Pressemitteilung aus dem vergangenen Jahr, in der er das Einreiseverbot forderte. Nach Trumps Wahlsieg verschwand diese jedoch von der Seite.

Die Vereinigung der Korrespondenten des Weißen Hauses protestierte in aller Schärfe dagegen, dass Trump seine Reise von New York entgegen jahrzehntelanger Gepflogenheiten nicht von einem Berichterstatter-Pool begleiten ließ. „Im Falle einer nationalen Krise wüssten die Amerikaner weder, wo ihr gewählter Präsident ist, noch wie es ihm geht“, schrieb die Vereinigung WHCA in einem Statement. „Das ist völlig inakzeptabel.“ Sie forderte Trump auf, die Reporter ihren Job machen zu lassen.

Der scheidende Präsident Barack Obama hatte Trump am Donnerstag im Weißen Haus empfangen. An Trump gewandt sagte er: „Wenn Sie erfolgreich sind, ist das Land erfolgreich“. Zuvor hatte Obama dem politischen Seiteneinsteiger Trump während des Wahlkampfes bescheinigt, er sei nicht fit zum Regieren.

Aus ursprünglich geplanten 10 bis 15 Minuten seien anderthalb Stunden geworden und es hätte nach seinem Geschmack noch länger dauern können, sagte Trump. „Es war mir eine große Ehre.“ Der politisch unerfahrene Seiteneinsteiger Donald Trump hatte nach einem aggressiven und populistischen Wahlkampf am Dienstag überraschend gegen die Demokratin Hillary Clinton gewonnen. Der 70-Jährige zieht am 20. Januar 2017 als 45. Präsident ins Weiße Haus ein und regiert die größte Wirtschafts- und Militärmacht der Welt.

Mit dem alten Präsidenten Obama verlässt eine ganze Heerschar von Mitarbeitern die Administration, Kabinettsposten müssen neu besetzt werden. Der künftige Stabschef im Weißen Haus, ein Schlüsselposten, soll nach Medienberichten als erstes binnen zwei Wochen besetzt werden. Der Parteivorsitzende der Republikaner, Reince Priebus, sowie Trumps erster Wahlkampfmanager Corey Lewandowski sollen die besten Karten haben.

Als Außenminister werden der glühende Trump-Unterstützer Newt Gingrich, Senator Bob Corker und der frühere UN-Botschafter John Bolton gehandelt. Als Verteidigungsminister sind General Michael Flynn und Senator Jeff Sessions (Alabama) im Gespräch. Eine Übersicht der Ministerkanidaten gibt es hier.

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erstellt am 11.Nov.2016 | 10:32 Uhr

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