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Politik

04. Dezember 2016 | 11:12 Uhr

Volksverhetzung bei Facebook : Deutsche Staatsanwälte ermitteln gegen Mark Zuckerberg

vom

Zuckerberg und weitere Facebook-Manager sollen in Deutschland Mordaufrufe und Gewaltandrohungen geduldet haben.

Gegen Facebook-Gründer Mark Zuckerberg und weitere Manager des Konzerns ermitteln offenbar deutsche Staatsanwälte. Die Staatsanwaltschaft München I habe ein Ermittlungsverfahren wegen Volksverhetzung eingeleitet, berichtet „Spiegel Online“. Beschuldigt werden demnach neben Zuckerberg seine Geschäftsfüherin Sheryl Sandberg, Europa-Cheflobbyist Richard Allen und Eva-Maria Kirschsieper aus Berlin.

Nackte Brüste werden gelöscht, Hassbotschaften bleiben stehen: Facebook steht deswegen seit Längerem in Deutschland in der Kritik.

Der Würzburger Anwalt Chan-jo Jun hatte Strafanzeige gestellt. Den Managern wird vorgeworfen, Mordaufrufe, Gewaltandrohungen und andere Delikte zu dulden.

Facebook muss rechtswidrige Inhalte umgehend von seinen Seiten entfernen, sobald das Unternehmen davon weiß. Chan-jo Jun legte laut „Spiegel Online“ seiner Anzeige eine Liste mit Fällen bei, in denen das nicht geschah - auch nach wiederholter Aufforderung.

Bereits vor einem Jahr hatte Chan-jo Jun Facebook-Vertreter angezeigt, um sie für die Hetze in ihrem Netzwerk zur Verantwortung zu ziehen. Die zuständige Hamburger Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren gegen den Nordeuropa- und Deutschland-Geschäftsführer des Konzerns, Martin Ott, im März 2016 ein. Die Begründung einer Sprecherin der Staatsanwaltschaft: „Es ist ermittelt worden, dass Ott Angestellter der Facebook Germany GmbH ist, die lediglich für die Akquise zuständig ist und nicht für die Überprüfung der Inhalte.“

 

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erstellt am 04.Nov.2016 | 17:52 Uhr

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