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Politik

10. Dezember 2016 | 21:29 Uhr

Chronologie : Der Fall Dschaber al-Bakr

vom

Wochenlang waren die Geheimdienste und Ermittler dem syrischen Terrorverdächtigen Dschaber al-Bakr auf der Spur. Ein Rückblick:

19. Februar 2015: Der Syrer reist nach Deutschland ein, wird inMünchen registriert und zur Erstaufnahme in Chemnitz weitergeleitet.

10. März: Al-Bakr zieht nach Eilenburg in Nordsachsen.

9. Juni: Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gibt demdirekt am 19. Februar gestellten Asylantrag von al-Bakr statt. DerSyrer erhält einen auf drei Jahre befristeten Aufenthaltstitel.

September 2016: Der Bundesnachrichtendienst und das Bundesamt fürVerfassungsschutz werden auf den 22-Jährigen aufmerksam. Der Syrer recherchiert im Internet über die Herstellung von Sprengsätzen und beschafft - vermutlich mit einem Komplizen - die Grundstoffe dafür.

6. Oktober: Das Bundesamt für Verfassungsschutz macht Al-Bakr alsSchlüsselfigur eines geplanten Anschlages der Terrororganisation Islamischer Staat in Deutschland aus. Er soll sich gegen Züge oder Berliner Flughäfen richten. Al-Bakr wird rund um die Uhr observiert.

7. Oktober: Der Syrer will Heißkleber kaufen, für die Ermittler das Signal, dass er eine Bombe fertigstellen will. Der Verfassungsschutz benachrichtigt die Polizei in Chemnitz.

8. Oktober: Die Polizei versucht, Al-Bakr in der Wohnung einesBekannten festzunehmen, doch er kann flüchten. Die Beamten stellen dort Sprengstoff sicher. Der Mieter der Wohnung wird als mutmaßlicher Mittäter festgenommen.

9./10. Oktober: Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe zieht dieErmittlungen an sich. Die Polizei fahndet weiter bundesweit nachAl-Bakr, der bis Leipzig kommt. Ein Syrer nimmt ihn auf, erkennt ihn aber und holt Freunde. Gemeinsam überwältigen sie Al-Bakr und übergeben ihn der Polizei.

10. Oktober: Ein Gericht erlässt Haftbefehl wegen Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat.

12. Oktober: Der Syrer wird erhängt in seiner Zelle in der Leipziger Justizvollzugsanstalt gefunden. Bundesinnenminister Thomas de Maizière fordert rasche und umfassende Aufklärung.

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erstellt am 13.Okt.2016 | 10:59 Uhr

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