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Politik

26. September 2016 | 21:03 Uhr

Bundesteilhabegesetz : Blinde protestieren in der Spree

vom
Aus der Onlineredaktion

Blinde und sehbehinderte Menschen sind gestern aus Protest gegen das geplante neue Bundesteilhabegesetz in die Spree vor dem Berliner Reichstag gesprungen. „Es ist kalt, wenn man sich mit der Zukunft beschäftigt, die das Teilhabegesetz möglicherweise für uns vorsieht“, sagte Andreas Bethke, Geschäftsführer des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbands. An der  Aktion beteiligten sich 14 blinde und sehbehinderte Menschen, die mit jeweils einem Begleiter bei etwa 20 Grad im Wasser schwammen.

Bethke warnte, künftig müsse man sich vor den Behörden als behinderter darstellen als man eigentlich sei, um finanzielle Unterstützung zu bekommen. Auch bei den Bildungschancen würden sehbehinderten Menschen mit dem neuen Gesetz „Steine in den Weg gelegt“, gerade wenn es um qualifizierte Bildungsabschlüsse gehe.

„Wenn Menschen durch eine Behinderung benachteiligt werden, muss der Staat Geld in die Hand nehmen und diese Nachteile mit sogenannten Teilhabeleistungen ausgleichen“, erklärte der Blinden- und Sehbehindertenverband.

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