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Liebes-Aus : Beziehungskiller Politik?

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Von Schröder bis Nahles und Maas – die gescheiterten Ehen der Volksvertreter

Wieder zwei Ehen kaputt, und wieder trifft es Politiker. Erst das Liebes-Aus bei der Arbeitsministerin, jetzt die Trennung des Bundesjustizministers von seiner Frau. Andrea Nahles und Heiko Maas, die beiden SPD-Politiker, sind nur die jüngsten Beispiele dafür, dass bei Volksvertretern und vor allem Regierungsmitgliedern, das private Glück und der Bund fürs Leben oft nicht von Dauer sind. Nach fünf Jahren hatten sich Nahles und ihr Gatte, der Kunsthistoriker Marcus Frings, vor wenigen Wochen getrennt. Jetzt gaben Maas und seine Frau bekannt, dass sie kein Paar mehr seien: „Heiko und Corinna Maas haben sich einvernehmlich und in Freundschaft getrennt“, hatten beide per Anwalt mitteilen lassen.

Häufig unterwegs, jede Menge Termine und Stress, selten daheim, Wochenendbeziehungen, kaum Zeit für Partner und Familie – immer wieder zerbrechen Politiker-Ehen. Das permanente Licht der Öffentlichkeit, der weitgehende Verzicht auf Privatsphäre, viele Reisen und nicht selten das Pendeln zwischen Berlin und der fernen Heimat – all das belastet die Beziehungen von Politikern oft sehr. Und schließlich gilt Macht immer noch als attraktiv und erotisch, wirken Charisma und Popularität nicht selten anziehend auf andere.

Der Beziehungsstatus der Mächtigen war und ist beliebter Gesprächsstoff, ob früher in Bonn oder heute in Berlin, sorgt trotz aller Diskretion für Klatsch: Kennen Sie den noch? Warum dürfen Joschka Fischer und Gerhard Schröder nie zusammen in einem Flugzeug fliegen? Weil im Falle eines Absturzes der Staat gleich acht Witwenrenten zahlen müsste...

Schwarzer Humor, ein Witz aus rot-grünen Zeiten. Sowohl der damalige SPD-Kanzler als auch der grüne Außenminister und Vizekanzler waren zu ihren Regierungszeiten bereits dreimal geschieden und lebten in vierter Ehe. Fischer inzwischen zum fünften Mal verheiratet. Ihrer politischen Karriere tat dies keinen Abbruch.

Hätte eine Scheidung in den Zeiten des Wiederaufbaus und des Wirtschaftswunders eine politische Karriere in Deutschland in der Regel gebremst, ist dies heutzutage kein Hindernis mehr, eher die Regel als die Ausnahme. Angela Merkels Vorgänger Gerhard Schröder hatte noch im Frühjahr 1998 gemeinsam mit Ehefrau Hillu erfolgreich Wahlkampf als niedersächsischer Ministerpräsident gemacht. Wenige Monate später als Kanzler war seine neue Frau Doris Schröder-Köpf in Bonn und dann in Berlin an seiner Seite.

Besonders spektakulär nicht nur für die Regenbogen-Presse war die vorübergehende Trennung des früheren Bundespräsidenten Christian Wulff und seiner First Lady Bettina. Nach dem Rücktritt als Staatsoberhaupt folgte eine Beziehungsauszeit. Heute sind beide wieder ein Paar. Für Wulff ist es die zweite Ehe.

Bundespräsident Joachim Gauck lebt in „Wilder Ehe“, ist seit Jahren von seiner Ehefrau getrennt, allerdings nicht geschieden und war mit seiner Lebensgefährtin Daniela Schadt als First Lady ins Schloss Bellevue gezogen.

Der frühere Chef der SPD und der Linkspartei Oskar Lafontaine lebt inzwischen mit seiner vierten Frau, der Linkspartei-Politikerin Sahra Wagenknecht, zusammen.

 


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