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Politik

09. Dezember 2016 | 14:33 Uhr

Seit Ausrufung des «Kalifats» : Aufstieg und Niederlagen des IS

vom

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ging aus einem Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida im Irak hervor. Ein Rückblick:

9./10. Juni 2014: IS-Extremisten bringen Mossul vollständig unter Kontrolle. Von der nordirakischen Metrople aus überrannte der IS weite Teile des Landes.

29. Juni 2014: Sunnitische Dschihadisten rufen in den von ihnen eroberten Gebieten in Syrien und im Irak ein «Kalifat» aus. Erster «Kalif» des vermeintlichen Gottesstaates ist Abu Bakr al-Bagdadi.

August: Die USA fliegen erste Angriffe im Nordirak. Die Enthauptung des US-Journalisten James Foley schockiert die Welt. In den folgenden Monaten verbreitet der IS im Internet weitere Videos mit der Ermordung zweier US-Bürger und zweier Briten.

September: Frankreich startet Luftangriffe im Irak. Einige Tage später bombardieren das US-Militär und Luftstreitkräfte von arabischen Partnerländern erstmals IS-Stellungen in Syrien.

Dezember: Kurdische Soldaten beenden mit Hilfe internationaler Luftangriffe die Belagerung des Sindschar-Gebirges nahe der IS-Hochburg Mossul. Im August waren Zehntausende Angehörige der jesidischen Volksgruppe vor den Dschihadisten in die Berge geflohen.

Januar 2015: Nach monatelangen Kämpfen vertreiben kurdische Kämpfer den IS aus der nordsyrischen Stadt Kobane an der türkischen Grenze.

Februar: Ein Video zeigt, wie ein gefangener jordanischer Pilot bei lebendigem Leib verbrannt wird.

März: Irakische Kräfte erobern die strategisch wichtige Stadt Tikrit zurück, die die Extremisten im Juni 2014 besetzt hatten.

April: IS-Kämpfer dringen in Ramadi 100 Kilometer westlich von Bagdad ein. Tausende Iraker fliehen vor dem Terror Richtung Bagdad.

Mai: Die Terrormiliz bringt Ramadi vollständig unter ihre Kontrolle. Kurden erobern IS-Gebiete in Nordsyrien.

Juli: Türkische Kampfjets fliegen erstmals Angriffe auf IS-Stellungen in Syrien.

August: Der IS enthauptet den früheren Chef-Archäologen der irakischen Oasenstadt Palmyra und sprengt den rund 2000 Jahre alten Baaltempel und den Tempel Baal-Schamin. Nach US-Angaben stirbt die Nummer zwei der Terrormiliz, Hadschi Mutas, bei einem Luftangriff im Irak.

November: Eine Drohne tötet den IS-Extremisten «Dschihadi John». In Propagandavideos war zu sehen, wie er mehrere Geiseln exekutiert hatte.

März 2016: US-Verteidigungsminister Ashton Carter bestätigt die Tötung des IS-Finanzchefs Abdul Rahman Mustafa al-Kaduli, der Nummer zwei der Terrormiliz.

April: Laut Pentagon hat die Terrormiliz seit 2014 rund 45 Prozent der von ihr eroberten Gebiete im Irak verloren, in Syrien 20 Prozent.

Juni: Unterstützt vom US-Militär nimmt die irakische Armee die IS-Hochburg Falludscha ein.

Juli: Bei dem bisher tödlichsten Anschlag des IS sterben in Bagdad knapp 300 Menschen.

August/September: Innerhalb weniger Wochen meldet das Pentagon die Tötung des IS-Propagandachefs und seines Nachfolgers.

Oktober: Die irakische Armee beginnt mit dem Sturm auf Mossul, die letzte Bastion des IS im Irak. Die Terrormiliz hatte die Stadt im Juni 2014 vollständig unter ihre Kontrolle gebracht.

Brookings zu Islamischem Staat, Englisch

Council on Foreign Relations zu IS, Englisch

US-Congressional Research Service zu IS, Englisch

UNESCO zu Palmyra

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erstellt am 18.Okt.2016 | 19:08 Uhr

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