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Panorama

09. Dezember 2016 | 10:46 Uhr

Sozialabgaben : Weniger Netto für Gutverdiener

vom
Aus der Onlineredaktion

Steigende Belastung mit Sozialabgaben. Regierung beschließt Beitragsbemessungsgrenzen

Gutverdiener in Deutschland müssen sich 2017 auf Mehrbelastungen durch Sozialabgaben einstellen. Wie nach Informationen unserer Redaktion aus einer Kabinettsvorlage für die Sitzung morgen hervorgeht, sollen die Beitragsbemessungsgrenzen für die Sozialversicherungen 2017 angehoben werden. Ab Jahresbeginn werden demnach auf monatlich bis zu 4350 Euro Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung fällig. Bisher liegt die Grenze bei bundeseinheitlich 4237,50 Euro im Monat. Die Beitragsbemessungsgrenzen in der gesetzlichen Rentenversicherung und in der Arbeitslosenversicherung sollen auf 6350 Euro (West) beziehungsweise 5700 Euro (Ost) steigen. Bisher lagen sie bei 6200 Euro in den alten sowie 5400 Euro in den neuen Bundesländern.

Für gut verdienende Arbeitnehmer bleibt daher netto weniger übrig. Der Beitrag zur gesetzlichen Pflegeversicherung für Versicherte mit Kindern steigt Anfang 2017 um 0,2 Prozentpunkte auf 2,55 Prozent. Unter der Annahme, dass sich Beitragssätze zur Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherung im kommenden Jahr nicht verändern, muss ein Arbeitnehmer in Westdeutschland mit einem Bruttoverdienst von 6400 Euro nach Berechnungen unserer Redaktion monatlich rund 30 Euro mehr zahlen.

Die Versicherungspflichtgrenze soll im kommenden Jahr auf 57 600 Euro Jahreseinkommen steigen. In diesem Jahr liegt sie bei 56 250 Euro. Wer mit seinem Einkommen über dieser Grenze liegt, kann sich bei einer Privaten Krankenversicherung versichern. Die Rechengrößen werden alljährlich an die Lohnentwicklung des zurückliegenden Jahres angepasst – nach einer feststehenden Formel. Für 2015 hatte das Statistische Bundesamt ein Lohnplus von 2,46 Prozent in Westdeutschland berechnet, für die neuen Länder einen Zuwachs von 3,91 Prozent.  

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erstellt am 10.Okt.2016 | 21:00 Uhr

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