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Panorama

03. Dezember 2016 | 12:34 Uhr

Welthundetag : Mein Kumpel – der Hund

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Kann ein Blick aus Dackelaugen trügen? Hundebesitzer werden dies an 365 Tagen im Jahr verneinen. Vor allem aber heute: Denn heute ist Welthundetag

Von der kurzbeinigen Promenadenmischung bis zum eleganten Windhund: Hunde sind so unterschiedlich wie die Menschen, bei denen sie leben. Zum Welthundetag am 10. Oktober einige Fakten zu unseren besten Freunden:

Sichtfeld

240°

Riechzellen

220 Millionen hat ein Hund. Ein Mensch hat nur fünf.

Gebiss

42 Zähne

Intelligenz

Sie können von Ihrem Hund etwa so viel verlangen, wie von einem Zweijährigen.

Pfoten

Hunde  können Vibrationen über die Pfoten wahrnehmen. Sie schwitzen auch nicht am ganzen Körper, sondern nur „mit“ den Pfoten.

Wolfsvorfahren

Wann und wie genau kam der Mensch auf den Hund? Etwa 12 000 Jahre ist es her, dass aus Wolfsrudeln die ersten Hunde domestiziert wurden. Aber geschah das zuerst in Asien oder Europa? Nach derzeitigem Forschungsstand wurde der Hund wohl zweimal domestiziert: Er stammt demnach von zwei voneinander unabhängigen Wolfspopulationen in Europa und Asien ab, die sich später mischten. Darauf zumindest weisen Erbgutanalysen hin.

Wehwehchen

Durch mehr Fürsorge steigt die Lebenserwartung – und auch die Zahl der Hunde mit Zivilisations- und Alterskrankheiten: Diabetes, Nieren- oder Gelenkleiden machen zunehmend auch Vierbeinern zu schaffen. Oft sind die fürsorglichen Besitzer Teil des Problems: Sie überfüttern ihre Lieblinge.

Sevice, please!

Rollstühle ziehen, lebensgefährliche Unterzuckerung erschnüffeln, Medikamente herantragen – das alles können Service-Hunde, die speziell für die Bedürfnisse ihres Besitzers ausgebildet werden. Weniger bekannt ist, dass sie Menschen auch bei mentalen Krankheiten stützen: In den USA werden Hunde etwa zur Behandlung Posttraumatischer Belastungsstörungen bei Kriegsveteranen eingesetzt.

Magnetisch

Ihr Geschäft sollen Hunde vorzugsweise mit Schnauze oder Po in Richtung Nordpol erledigen. Eine Studie zumindest zeigte, dass die Vierbeiner wie Zugvögel einen feinen Magnetsinn besitzen und sehr sensibel schon auf geringste Schwankungen des Erdmagnetfelds reagieren: Sie pinkeln oder kötteln nur dann entlang der Nord-Süd-Achse, wenn das Magnetfeld ruhig ist.

In Vitro

Auch Hundebabys gibt es aus dem Reagenzglas: Durch sogenannte In-vitro-Fertilisation entstanden Beagles und Cockerspaniel-Mischungen aus im Labor befruchteten Eizellen. Als Ziel geben die Forscher an, seltene Rassen vor dem Aussterben bewahren zu wollen.

Nachwuchs

Im Allgemeinen besteht ein Wurf also aus einem bis zwölf Welpen. Durchschnittlich bringt eine Hündin pro Wurf vier bis fünf Junge zur Welt. Dies kann etwa zweimal im Jahr passieren, je nachdem, wie oft die Hündin läufig ist.

Zum Gähnen

Wie eng Hunde mit ihren Herrchen und Frauchen emotional verbunden sind und wie sehr sie deren Gefühle lesen, zeigt eine kleine Studie aus Japan: Hunde gähnen demnach deutlich öfter, wenn ihre Besitzer ihnen etwas vorgähnen, als wenn dies Fremde tun.

Dein Freund ist mein Freund

Eine andere Studie legt nahe, dass Hunde soziales Miteinander in ihrem Umfeld erkennen: So nehmen sie lieber ein Leckerli aus der Hand eines Fremden, der ihrem Besitzer zuvor bei der Suche nach einem verschwundenen Gegenstand half, als von einem Unbekannten, der diese Hilfe verwehrte.

Lob mich

Einen Hund zu loben will gelernt sein. Einer Studie zufolge sollten sowohl Tonart als auch Wortwahl stimmen - denn nur in der richtigen, sich verstärkenden Kombination komme das Lob beim Vierbeiner voll an. Ein dickes Lob ziehen viele Hunde übrigens einem Leckerli als Belohnung vor, zeigt eine weitere Untersuchung.

Revierverhalten

Der Chef pinkelt am  höchsten: Je kleiner der Rüde, desto höher hebt er das Bein. Hunde bevorzugen es, ihr „Geschäft“ in der Natur zu machen, wenn keiner dabei ist.

Geschäfte

Etwa sieben Millionen Hunde gibt es in Deutschland. Ein Riesenmarkt. Auch für Tierärzte und Pharmahersteller. 2013 erwirtschafteten Tierärzte den Bärenanteil ihres Jahresumsatzes von zwei Milliarden Euro mit der Behandlung von Hunden. Gleiches gilt für die 500 Millionen Euro, die für Tierarzneien ausgegeben wurden. In den USA bieten Tierärzte sogar professionelle Zahnreinigungen für Hunde an – für rund 350 US-Dollar.

 

Und hier ist der beste Freund des Menschen in Rekordzahlen:

Der Kleinste

Der kleinste Hund ist der Welt ist der Chihuahua mit etwa 10 cm Höhe und 15 cm Länge.

Der Schlauste

Als schlauster Vierbeiner gilt der Border Collie. Er kann bis zu 250 Begriffe Gegenständen zuordnen.

Der Teuerste

Die teuerste Hunderasse ist der portugiesische Wasserhund, für den man bis zu 2600 Euro hinlegt. US-Präsident Obama hat einen solchen Hund.

Der Beliebteste

Der beliebteste Hund weltweit ist der Schäferhund. Allein in Deutschland waren im letzten Jahr  10 523 Welpen eingetragenen.

Der Älteste

Als ältester Hund der Welt erlangte die australische Kelpie-Hündin Maggi Berühmtheit. Sie verstarb im April dieses Jahres in Australien.

Der Schnellste

Der schnellste Hund der Welt ist der Greyhound er schafft 70 km/h und ist damit nach dem Geparden das schnellste Säugetier.

Der Größte

Der größte Hund ist die Deutsche Dogge mit einer Schulterhöhe von 109 cm und 202 cm Länge. Bei  111 kg Körpergewicht braucht er im Monat  50 kg Futter .

 

 

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von
erstellt am 10.Okt.2016 | 11:55 Uhr

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