zur Navigation springen

Panorama

27. September 2016 | 22:39 Uhr

Kriminalität : „Marzipan-Erpresser“ von Kiel - Polizei nimmt Verdächtigen fest

vom

Er erpresst die Handelskette Coop und verbreitet an Kieler Schulen Angst und Schrecken. Sein Druckmittel sind vergiftete Marzipanherzen, die er in Schulen auslegt. Montagmorgen wurde ein Tatverdächtiger festgenommen

Im Fall des sogenannten Marzipan-Erpressers in Kiel hat die Polizei am Montag einen Tatverdächtigen in einem Kieler Mehrfamilienhaus festgenommen. In den frühen Morgenstunden hat die Polizei „die Erpressungslage beendet und Maßnahmen am entsprechenden Objekt durchgeführt“, wie ein Polizeisprecher am Montag sagte. Weitere Angaben zu der Identität des Verdächtigen machte die Polizei nicht. Die Ermittlungen seien trotz der Festnahme noch nicht abgeschlossen, so der Sprecher. Die Polizei riet nach wie vor zu Vorsicht vor dem Schulbeginn am Montag.

Der Bereich um die Muhliusschule ist weiträumig abgesperrt.

Der Bereich um die Muhliusschule ist weiträumig abgesperrt.

Foto: Dörte Moritzen
 

Zuvor waren an einer Kieler Schule vergiftete Marzipanherzen ausgelegt worden. Sie waren mit einer Substanz versetzt worden, die gesundheitliche Beschwerden auslösen kann. Schwere Folgen oder gar Lebensgefahr schlossen Experten aber aus. Der Erpresser hatte von der Handelskette Coop einen Millionenbetrag in der digitalen Währung Bitcoins gefordert. Dabei habe der Täter jedoch einen Weg vorgeschlagen, der nach Angaben eines Coop-Vorstandsmitglieds rein technisch gar nicht möglich sei, berichteten die „Kieler Nachrichten“ weiter. Coop wisse auch nicht, was den Erpresser zu seiner Tat veranlasst habe.

Zuvor hatte der Erpresser weiteren Schulen gedroht. Am Freitag hatte die Polizei drei Schulen in Kiel räumen lassen und durchsucht. Spürhunde und Sprengstoffexperten kamen am Morgen erst in die Muhliusschule; danach waren die Käthe-Kollwitz-Schule und die Hebbelschule dran. Am Nachmittag gab die Polizei Entwarnung für die drei überprüften Schulen.

Es wurden an der Muhliusschule zwei Gegenstände und an der Hebbelschule ein Gegenstand gefunden und vom Kampfmittelräumdienst untersucht. Die Gegenstände haben sich als ungefährlich herausgestellt.

zur Startseite

von
erstellt am 19.Sep.2016 | 07:54 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen