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Panorama

10. Dezember 2016 | 06:00 Uhr

ExoMars-Projekt : Heikles Manöver

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Das ExoMars-Projekt geht mit einem Landeversuch auf dem Roten Planeten in eine entscheidende Phase

Sieben Monate nach dem Start einer Raumsonde zum Mars steht ein europäisch-russisches Milliardenprojekt vor seiner ersten Landung auf dem Roten Planeten. Das Absetzen eines Testmoduls heute in der Marshochebene Meridiani Planum ist ein zentrales Etappenziel des ExoMars-Projekts der Europäischen Raumfahrtagentur Esa und ihres russischen Partners Roskosmos. Wenn es gelingt, wäre es die erste erfolgreiche Landung der beiden auf dem Nachbarplaneten der Erde.

Mit ExoMars suchen die beiden Raumfahrtorganisationen in mehreren Phasen nach Spuren von Leben auf dem Wüstenplaneten. Das Testmodul „Schiaparelli“ war im März mit dem Forschungssatelliten „Trace Gas Orbiter“ (TGO) vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan gestartet. TGO soll unter anderem nach Methangas in der Atmosphäre suchen. Die Sonde „Schiaparelli“ soll heute in einem heiklen automatisch gesteuerten Manöver die Marsoberfläche erreichen. „Der Abstieg des Landers besteht aus einer Reihe von einzelnen Maßnahmen, die jede für sich schwierig sind: Eintritt in die Atmosphäre, Öffnen des Fallschirms, Absprengen des Hitzeschildes, Abtrennung des Fallschirms“, sagte Esa-Chef Jan Wörner. Sofern alles klappt, dürften die Batterien der Sonde ausreichen, um wenige Tage lang Daten zur Erde zu schicken.

Mit „Schiaparelli“ erproben Esa und Roskosmos ihre Technik für eine weitere Landung. Es ist der Testlauf für die Entsendung eines Rovers voraussichtlich 2020. Der Roboter soll dann vor allem in die Tiefen des Marsgesteins eindringen, um nach Hinweisen auf Leben zu suchen.

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erstellt am 19.Okt.2016 | 12:00 Uhr

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