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Panorama

09. Dezember 2016 | 04:54 Uhr

Parallelen zu anderen Fällen? : Getötete Joggerin ist Opfer eines Sexualtäters geworden

vom

Innerhalb eines Monats werden zwei junge Frauen in Freiburg und Umgebung getötet. Beide sind Opfer eines Sexualverbrechens geworden. Gibt es Zusammenhänge zwischen den Taten?

Die vermisste 27-jährige Joggerin aus der Nähe von Freiburg ist Opfer eines Sexualverbrechens geworden. Die junge Frau wurde sexuell missbraucht und vorsätzlich getötet, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Es gebe bislang keinen Tatverdächtigen und keine heiße Spur.

Die 27-Jährige war am Sonntag allein zum Joggen aufgebrochen und wollte nach einer Stunde wieder zu Hause sein. Sie kehrte jedoch nicht zurück. Ihre Leiche wurde am Donnerstag von Polizisten in einem kleinen Waldstück in den Weinbergen des Ortes Endingen gefunden.

Nach ihrem Verschwinden hatte die Polizei tagelang nach der Frau gesucht. Wie sie getötet wurde, wollten die Ermittler nicht sagen. Auch zum Todeszeitpunkt machten sie keine Angaben.

Die Polizei bildete eine 40 Beamten zählende Sonderkommission. Geprüft wird nun auch, ob es einen Zusammenhang zu einem ähnlichen Fall gibt. Im 30 Kilometer von Endingen entfernten Freiburg war Mitte Oktober eine 19 Jahre alte Studentin vergewaltigt und getötet worden.

Die Medizinstudentin aus dem Enzkreis war mit ihren Fahrrad auf dem Weg von einer Studentenparty nach Hause, als sie am Uferweg des Flusses Dreisam Opfer des Verbrechens wurde. Vom Täter fehlt bis heute jede Spur.

Mögliche Parallelen würden nun untersucht, sagte der Chef der Freiburger Kriminalpolizei, Peter Egetemaier. Konkrete Hinweise darauf fehlten noch. In Endingen werde von einem unbekannten Einzeltäter ausgegangen, genau wie im Freiburger Fall. Hinweise auf Beziehungstaten gebe es derzeit nicht.

Gefunden wurde die Leiche der Joggerin in einem kleinen Waldstück in den Weinbergen zwischen Endingen und dem Nachbarort Bahlingen. Zeugen der Tat gebe es nicht, sagte Chefermittler Richard Kerber. Aus der Bevölkerung seien zwar mehr als 100 Hinweise eingegangen. Eine heiße Spur habe sich daraus aber noch nicht ergeben. Die Polizei riet Bürger auch zu erhöhter Vorsicht.

Noch ist unklar, ob am Tatort in Endingen verwertbare Körperspuren gefunden wurden. Kriminaltechniker sind dabei, Spuren zu untersuchen, die dann mit den an der Freiburger Leiche gefundenen männlichen Körperspuren verglichen werden. Mit Ergebnissen könne in den nächsten Tagen gerechnet werden, hieß es.

In der Öffentlichkeit gebe es nach den zwei tödlichen Sexualstraftaten in einem Monat eine große Verunsicherung, sagte Kripochef Egetemaier. Die Polizei arbeite daher mit mehr als 80 Beamten daran, die beiden ungelösten Fälle aufzuklären.

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erstellt am 11.Nov.2016 | 16:55 Uhr

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