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Panorama

28. September 2016 | 15:40 Uhr

Polizei durchsucht drei Schulen in Kiel : Erpressung mit manipuliertem Marzipan

vom

Laut Polizei wird ein Unternehmen aus Kiel erpresst. Die Hebbelschule, die Muhliusschule und das Käthe-Kollwitz-Gymnasium sind gesperrt.

Großeinsatz von Polizei und Kampfmittelräumdienst an drei Kieler Schulen: Nach der Warnung vor manipuliertem Marzipan an der Kieler Reventlou-Grundschule wurden am Freitag die Muhliusschule, die Käthe-Kollwitz-Schule und die Hebbelschule gesperrt und werden nacheinander durchsucht. Auch Spürhunde sind vor Ort. Die Einsätze in der Muhliusschule und an der Käthe-Kollwitz-Schule sind nach Angaben der „Kieler Nachrichten“ abgeschlossen. Dann soll die Hebbelschule folgen. Die Polizei geht von einem schweren Fall der Erpressung aus.

Erpresst wird ein großes Unternehmen der Landeshauptstadt - allerdings richtet sich die Forderung laut Landeskriminalamt (LKA) in Kiel nicht an einen Süßwarenhersteller. Weitere Details könnten aus ermittlungstaktischen Gründen noch nicht bekannt gemacht werden. Der Erpresser schrieb nach Informationen von shz.de eine E-Mail, in der es sinngemäß geheißen haben soll: „Vor Schulen sterben Kinder, wenn ihr nicht zahlt.“ Eine völlig neue Art der Erpressung, die die LKA-Sprecherin als „nicht typisch“ bezeichnete. Die Höhe der geforderten Summe ist unklar.

Der Bereich um die Muhliusschule ist weiträumig abgesperrt.

Der Bereich um die Muhliusschule ist weiträumig abgesperrt.

Foto: Dörte Moritzen

An der Muhliusschule fand der Kampfmittelräumdienst am Vormittag einen verdächtigen Gegenstand. „Wir haben leider gefunden, wonach wir gesucht haben“, sagte Jana Maring, Sprecherin des Landeskriminalamts in Kiel nach dem Fund. „Es handelt sich um keine klassische Bombe, aber vielleicht um einen gefährlichen Gegenstand.“ Der Kampfmittelräumdienst gab kurz darauf Entwarnung: Der Gegenstand sei nicht gefährlich.

Einsatz an der Kieler Hebbelschule: Das Gebäude ist gesperrt und wird von der Polizei durchsucht.

Einsatz an der Kieler Hebbelschule: Das Gebäude ist seit 7 Uhr gesperrt.

Foto: rtn

Angefangen hatte der Erpressungsfall in dieser Woche mit manipulierten Marzipanherzen an der Reventlou-Grundschule. Welche Substanz genau in den Süßigkeiten steckt, ist noch nicht klar. Sie könnte aber gesundheitliche Beschwerden auslösen, hieß es.

Die Ermittler könnten derzeit nicht bewerten, wie ernst oder gefährlich diese Drohungen seien, hieß es. Sie raten deshalb weiter zur Vorsicht bei gefundenen Lebensmitteln.

Schwere Folgen oder gar Lebensgefahr schlossen Experten in einem Gutachten aber aus, wie das Landeskriminalamt am Donnerstag mitteilte. Die Schule hatte in der Nacht zum Dienstag eine E-Mail mit dem Hinweis enthalten, auf dem Hof seien vergiftete Lebensmittel ausgelegt worden.

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erstellt am 16.Sep.2016 | 09:36 Uhr

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