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Panorama

10. Dezember 2016 | 00:09 Uhr

Bluttat bei Hannover : Enkel gesteht Tötung seiner Großeltern

vom

Mit einem Messer ist ein Seniorenpaar aus der Kleinstadt Springe bei Hannover in der eigenen Wohnung getötet worden. Der Enkelsohn gesteht, seine Großeltern getötet zu haben. Er ist psychisch krank.

Nach dem gewaltsamen Tod eines Rentnerpaares in Springe bei Hannover hat der Enkelsohn gestanden, seine Großeltern getötet zu haben. Der 25-Jährige habe eingeräumt, das Paar erstochen zu haben, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Hannover, Thomas Klinge.

Der Mann werde in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht. Nach Einschätzung eines Psychiaters sei der Verdächtige wegen einer psychischen Erkrankung erheblich eingeschränkt schuldfähig oder auch schuldunfähig. Details zum Motiv gab es noch nicht, auch das Ergebnis der Obduktion lag zunächst nicht vor.

Der junge Mann soll seine 82 Jahre alte Großmutter und seinen 75 Jahre alten Großvater am Mittwochabend in deren Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in Springe getötet haben. Polizisten hatten die Leichen des Rentnerpaares entdeckt. Die Opfer lagen in ihrer Wohnung. Klinge betonte, die Ermittlungen liefen weiter - notwendig sei ein genaues Gutachten zu dem 25-Jährigen, außerdem kündigte er Ermittlungen im Umfeld des mutmaßlichen Täters an.

Nachbarn hatten die Polizei alarmiert, weil sie gegen 20.30 Uhr am Mittwochabend Hilfeschreie aus der Wohnung im vierten Stock gehört hatten. Obwohl die Einsatzkräfte schnell zur Stelle waren, kam für die Eheleute jede Hilfe zu spät. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod des Paares feststellen.

Wenig später nahm die Polizei den Enkel der Opfer in der Nähe des Mehrfamilienhauses fest. Zu den Umständen der Festnahme machten die Ermittler keine Angaben. Auch der 25-Jährige schwieg in den Vernehmungen zunächst.

Die Beamten konnten allerdings die mutmaßliche Tatwaffe sicherstellen. «Es handelt sich um ein Messer», sagte Klinge. Nähere Angaben machte er nicht. Auch Einzelheiten zu den Verletzungen der Opfer wollten Staatsanwaltschaft und Polizei nicht nennen.

Medienberichte, wonach der 25-Jährige schon früher psychische Probleme gehabt haben soll, wollte die Staatsanwaltschaft nicht kommentieren. Nach Informationen der «Hannoverschen Allgemeinen Zeitung« war der Mann 2011 nackt in ein Altenheim gegangen - angeblich, um dort Verwandte zu besuchen. Als Polizisten ihn festnehmen wollten, habe er Widerstand geleistet und zwei Beamte so heftig gebissen, dass sie dienstunfähig gewesen seien. Anschließend sei der Mann in die Psychiatrie gebracht worden.

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erstellt am 03.Nov.2016 | 20:02 Uhr

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