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Panorama

05. Dezember 2016 | 09:33 Uhr

Samsung Galaxy Note 7 : Brennendes Smartphone

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Neuer Ärger für Samsung: Note 7 geht in Flugzeug vor dem Start in Flammen auf

Ein Samsung-Smartphone des Modells Galaxy Note 7 ist über einen Monat nach dem weltweitem Rückruf in einem Flugzeug in den USA kurz vor dem Start in Flammen aufgegangen. Die noch am Gate stehende Maschine wurde in Louisville (Bundesstaat Kentucky) geräumt und der Flug nach Baltimore gestrichen. Niemand wurde verletzt.

Das Brisante für Samsung: Das Smartphone war dem Besitzer zufolge bereits ein Austauschgerät, das er im Zuge des Rückrufs erhalten habe. Das Unternehmen wollte sich erst nach einer Untersuchung des Geräts dazu äußern. Samsung hatte das Note 7 wegen Brandgefahr zurückgerufen.

Auch die US-Verbraucherschutzbehörde CPSC nahm sich des Falls an. Man habe unter anderem die Luftaufsicht FAA und Samsung um Informationen gebeten, erklärte CPSC-Chef Elliot F. Kaye dem Tech-Blog „The Verge“.

Die Behörde hatte Mitte September einen offiziellen Rückruf in den USA eingeleitet. Dabei wurde auch bekannt, dass allein in den USA bis dahin 92 Fälle von Überhitzung gemeldet wurden.

Eine Samsung-Sprecherin erklärte auf Nachfrage, zu dem Vorfall im Flugzeug noch keine Angaben machen zu können. Man arbeite mit der Airline und den Behörden zusammen, um das Smartphone untersuchen zu können. Anfang September hatte Samsung nach zahlreichen Zwischenfällen die Gefährdung infolge von Akku-Problemen bei dem Phablet – einer Mischung aus Smartphone und Tablet-Computer – eingeräumt und eine weltweite Austausch-Aktion angekündigt. Erst vor wenigen Tagen brachte der Konzern das Modell in Südkorea wieder auf den Markt. In Europa soll es vom 28. Oktober an wieder regulär verkauft werden.

Zwischenfälle an Bord von Flugzeugen sind besonders heikel. Die US-Flugaufsicht FAA hatte bereits am 8. September den Betrieb von Note-7-Geräten an Bord untersagt. Die europäische Luftfahrtbehörde EASA zog einen Tag später mit einer ähnlichen Anweisung nach. Danach dürfen Passagiere und Crew-Mitglieder ihre Note-7-Geräte an Bord weder anmachen noch laden. Sie dürfen auch nicht in aufgegebenem Gepäck verstaut werden. Seither wird an Bord eigens auf das Nutzungsverbot für das Samsung-Gerät
hingewiesen.

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erstellt am 06.Okt.2016 | 21:00 Uhr

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