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09. Dezember 2016 | 22:19 Uhr

70. Geburtstag : Sigmar Solbach: Zwischen Liebe zum Theater und Abenteuern

vom

Seine bundesweite Bekanntheit verdankt Sigmar Solbach der RTL-Serie «Dr. Stefan Frank - Der Arzt, dem die Frauen vertrauen», für die er zwischen 1995 und 2001 vor der Kamera stand. An seinem 70. Geburtstag steht der Schauspieler in Aschaffenburg auf der Bühne.

Sigmar Solbach im weißen Kittel - für viele seiner Fans ein Traum. Jahrelang war der Schauspieler «Dr. Stefan Frank - Der Arzt, dem die Frauen vertrauen». Gut aussehend, selbstbewusst und mit markanter Stimme spielte sich der Münchner mit der RTL-Serie in die Herzen vor allem der weiblichen Zuschauer.

Doch den Arztkittel hat Solbach schon lange abgelegt. Er drehte zahlreiche andere Filme und Serien wie «Das Erbe der Guldenburgs», «Traumschiff» oder «Soko 5113». Zur Zeit steht der Schauspieler auf der Bühne, so auch an seinem 70. Geburtstag, den Solbach am Montag (3. Oktober) im Fritz Rémond Theater im unterfränkischen Aschaffenburg verbringen wird.

Während andere ihren Siebzigsten mit großem Brimborium begehen, macht Solbach das, was ihm besonders am Herzen liegt: Theater. In «Mögliche Begegnung» spielt der Münchner den Komponisten Georg Friedrich Händel, der sich mit dem nicht minder berühmten Johann Sebastian Bach trifft. «Diese Unmittelbarkeit des Kontaktes mit den Zuschauern, das ist sehr schön», findet Solbach, der im nordrhein-westfälischem Olpe geboren wurde und seine Ausbildung an der Westfälischen Schauspielschule Bochum genoss. «Wenn man am Schluss ein begeistertes Publikum vor sich sieht beim Schlussapplaus, stellen sich einem die Nackenhaare auf und man ist überwältigt von der Dankbarkeit.»

Eine große Party danach hat er nicht geplant. «Ich bin kein großer Feierer», gibt Solbach, der sich zum Buddhismus hingezogen fühlt, zu. Geburtstage gebe es einfach. «Die sind kein Anlass, eine große Sause zu veranstalten.» Sein Plan für diesen Abend: «Mit meiner Frau werde ich natürlich schön essen gehen.»

Eine Komödie zur Feier des Tages - etwas anders als das Stück «Ziemlich beste Freunde», in dem Solbach seit 2013 auftrat. In der Bühnenversion des äußerst erfolgreichen französischen Kinofilms spielte er unter anderem an der Komödie im Bayerischen Hof in München einen Mann, der gelähmt ist und mit seinem Betreuer eine schwierige, aber zunehmend herzliche Beziehung pflegt. «Höllengefährt» nennt Solbach den Rollstuhl, in dem er damals zweieinhalb Stunden weitgehend bewegungslos sitzen musste. «Ich habe ihn nur mit dem Kinn gesteuert», erzählt er. «Wenn man sich da ein bisschen verlenkt oder zuviel Gas gibt, saust der los, dass zumindest die Leute in der ersten Reihe Angst hatten, ich würde ihnen in den Schoß fallen.»

Einfach nur still dasitzen, für Solbach nicht das Wahre. Reiten will er zwar nicht mehr, auch wenn er in vielen Filmen im Sattel saß und sogar bei Trabrennen antrat und Pokale kassierte. Dafür liebt er es, zu segeln. «Ich versuche, jedes Jahr zwei oder drei Monate im Jahr mit meiner Frau auf unserem Segelschiff zu verbringen», besonders gerne in der Ägäis. Außerdem plant er im kommenden Jahr zwei Kreuzfahrten, auf denen er die Passagiere mit Lesungen unterhalten wird. Einmal auf den Spuren von James Cook in die Südsee, ein anderes Mal in arktische Gefilde nach Grönland - für Solbach zwei Reisen, auf die er sich besonders freut: «Ich liebe Abenteuer».

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erstellt am 02.Okt.2016 | 23:59 Uhr

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