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01. Juli 2016 | 06:21 Uhr

Leute : Promi-Geburtstag vom 28. Februar 2016: Jake Bugg

vom

Das dritte Album kommt: Im November hat Jake Bugg über Twitter mitgeteilt, dass die Arbeiten dazu fast abgeschlossen seien. Im Interview mit der britischen Musikzeitschrift «Q» verriet er: «Es gibt Songs, zu denen die Menschen ernsthaft tanzen können.»

Ein Veröffentlichungsdatum ist allerdings noch nicht bekannt. Die Wartezeit kann man aber mit der gerade erschienen EP «Live For Burberry» überbrücken, die man via iTunes downloaden kann. Ein Präsent zum 22. Geburtstag des britischen Singer-Songwriters, der nach den Feierlichkeiten gleich fünf London-Konzerte in Folge gibt, bevor er für eine Stippvisite in die USA fliegt.

Zum tanzen aber sind die fünf Songs nicht, auf denen Jake Bugg in der Beschränkung auf Gesang und Akustikgitarre seinem großen Idol Bob Dylan wieder ganz nahe gekommen ist.

2012 war Jake Buggs Debütalbum in Großbritannien erschienen und setzte sich, nach dem Einsatz eines der Songs in einer Bierwerbung, an die Spitze der Charts. Er sei der Retter des Britpop, war damals oft zu lesen. Eine Art Heilsbringer, der endlich der jungen Generation den Ursprung der handgemachten Musik nahebringe.

Und tatsächlich scheint Bugg die komplette Historie der frühen Populärmusik in sich aufgesaugt zu haben. Einige seiner Titel könnte man dem Akustikfolk Dylans zuschreiben, mal drängen sich Vergleiche mit den Everly Brothers, den Byrds oder den 65er Beatles auf. Nur: Die vermeintlichen Ähnlichkeiten ergeben sich nicht aus Melodie oder Text. Sie basieren ausschließlich auf Jake Buggs adaptierter Ansprechhaltung, die er genau so einsetzt, wie es vor ihm Dylan, Lennon oder Gallagher getan haben.

Der Nachfolger «Shangri La» (2013), der von Rick Rubin produziert wurde, blieb dann allerdings etwas hinter den Erwartungen zurück. Mit dem frischen Britpop seines Erstlings hatte das nichts mehr zu tun, Bugg spielte verzerrten Boogie, der mit seiner Heimat höchstens in Verbindung zu bringen wäre, zöge man Status Quo als Vergleich heran.

Und doch: Jake Bugg läuft auch auf «Shangri La» immer mal wieder zur Höchstform auf. Die zurückgenommene Folkballade «Me And You» kann den späten Byrds durchaus das Wasser reichen, und «Pine Trees» schafft es zur Akustikgitarre in zweieinhalb Minuten Spielzeit, eine maulige «Lasst mich doch in Ruhe»-Haltung zum euphorischen Glücksgefühl umzumünzen.

Umso genauer werden alle beim dritten Album von Jake Bugg hinhören, das die Weichen für seine weitere Karriere stellen dürfte.

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erstellt am 28.Feb.2016 | 00:01 Uhr

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