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31. Juli 2016 | 11:41 Uhr

Medien : Promi-Geburtstag vom 20. Januar 2016: Axel Hacke

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Aberwitzig, unglaublich oder ganz alltäglich - es sind die Dinge des Lebens, über die Axel Hacke in seinen Kolumnen und Büchern schreibt. Das tut er in dem ihm eigenen Duktus: pointiert, heiter und launig, bisweilen spöttisch und meist mit Tiefgang.

Am 20. Januar wird der mit zahlreichen Preisen geehrte Bestseller-Autor und Journalist 60 Jahre alt. Neben seiner wöchentlichen Kolumne im «Süddeutsche Zeitung Magazin» arbeitet er zurzeit an einem neuen Buch und tourt mit Lesungen quer durch das Land.

Mehr als 1000 Kolumnen hat Hacke in 25 Jahren für das «SZ-Magazin» geschrieben. Freitag für Freitag. Für viele Zeitungsleser ist «Das Beste aus aller Welt» (früher: «Das Beste aus meinem Leben») eine Institution, auf die sie nicht verzichten wollen. Deswegen hat Hacke seit einiger Zeit eine Reserve-Kolumne verfasst - für den Fall, dass er mal krank ist, erzählt er. Lange Zeit habe es die nicht gegeben: «Im Rückblick erscheint mir das mittlerweile auch gewagt, aber es ist nie was schief gegangen. Ich habe natürlich auch geschrieben, als ich mit Gipsbein auf dem Sofa lag, oder in den Tagen, als meine Eltern gestorben waren. Das gehört für mich zum Berufsethos.»

Nach dem Politikstudium und seiner Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule in München begann der gebürtige Braunschweiger 1981 als Sportredakteur bei der «Süddeutschen Zeitung». Eher aus Verlegenheit, wie er sagt. In der Politikredaktion sei damals schlichtweg keine Stelle frei gewesen. Einige Jahre später wechselte er doch in sein Wunschressort, wurde «Streiflicht»-Autor und schrieb mit «Nächte mit Bosch» (1991) und «Der kleine Erziehungsratgeber» (1992) seine ersten Bücher.

Seit dem Jahr 2000 ist Hacke freischaffend tätig. «Ich wollte einfach mein eigenes Ding machen», sagt er. Und das tut er, und zwar sehr erfolgreich. Seine mittlerweile rund 20 Bücher sind Bestseller und in mehrere Sprachen übersetzt worden. Die «SZ»-Kolumne hat sich zum Dauerbrenner entwickelt. Immer montags fängt er an, sich Gedanken über das Thema zu machen, mittwochs schreibt er die Kolumne. Dabei will er vor allem Spaß haben: «Schreiben ist für mich eine sehr egoistische Sache, ich will meinen Spaß haben bei der Arbeit, und wenn ich den habe, werden ihn auch die Leser haben.»

Spaß haben die Leser beispielsweise auch an Hackes Büchern über missverstandene Liedtexte und geradezu grotesk übersetzte Speisekarten. Quasi täglich schicken sie ihm Fundstücke, die sich später vielleicht in einem von Hackes Büchern wiederfinden. Der Verhörer «Der weiße Neger Wumbaba» (statt: «...der weiße Nebel wunderbar» aus dem Lied «Der Mond ist aufgegangen») wurde gar zum Buchtitel. Inzwischen sind mehrere Nachfolge-Bände erschienen. An welchem Buch er gerade arbeitet, hat Hacke nicht verraten. Es soll im Herbst erscheinen.

Seinem runden Geburtstag blickt der vierfache Vater recht gelassen entgegen, zumal er halbwegs gesund sei, sagt Hacke im Interview. Was das Beste in seinem Leben ist? «Meine Familie, ganz ehrlich, die sind alle klasse, meine Frau, die Kinder, wie die heranwachsen und nun ja teilweise schon erwachsen sind, das ist eine Riesenfreude, die wird jeden Tag größer.»

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erstellt am 20.Jan.2016 | 00:01 Uhr

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