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08. Dezember 2016 | 07:00 Uhr

Ein Multitalent : Promi-Geburtstag vom 1. Dezember 2016: Detlev Buck

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Er ist aus dem deutschsprachigen Filmbusiness nicht mehr wegzudenken - weder vor noch hinter der Kamera. Heute wird der Regisseur, Schauspieler, Produzent und Drehbuchautor Detlev Buck 54 Jahre alt.

Seit seinem ersten Kinder- und Jugendfilm «Hände weg von Mississippi» (2007) wendet sich Detlev Buck immer wieder diesem Genre zu - als Darsteller, vor allen Dingen aber als Regisseur.

Er versteht sich darauf, Stoffe so in Szene zu setzen, dass sie eine junge Zielgruppe bestens unterhalten. Das hat er zuletzt mit dem dritten «Bibi & Tina»-Abenteuer dieses Jahr bewiesen.

Ihm sei es ein Anliegen gewesen, «eine neue Form zu entwickeln, ein Pop-Drama, das auch bei Jungs ankommt», wie Buck der «Frankfurter Allgemeinen» sagte. Er hat es geschafft: Rund zwei Millionen Zuschauer konnte er zu «Bibi & Tina: Jungs gegen Mädchen» laut Media Control in die Filmtheater locken, den vierten Teil («Tohuwabohu total») hat er diesen Sommer gedreht (Filmstart: Ende Februar 2017). Buck, der heute 54 wird, gilt als bunter Hund in der eher akademisch geprägten deutschen Filmszene, was mit seiner Herkunft zu tun haben dürfte. Geboren am 1. Dezember 1962 in Bad Segeberg, wuchs er auf dem elterlichen Bauernhof in Schleswig-Holstein auf und machte nach Abitur und Zivildienst eine Lehre zum Landwirt. Doch das Melken von Kühen allein genügte ihm nicht, er wollte zum Film, was sich als schwieriger herausstellte als gedacht. Also nahm der blonde Norddeutsche mit der Sturmfrisur das Heft selbst in die Hand und ging 1984 mit der von viel trockenem Humor gespeisten Kurzfilm-Komödie «Erst die Arbeit und dann» (1984) an die Öffentlichkeit. Ein Überraschungserfolg. Ein Jahr später begann er, an der Deutschen Film- und Fernsehakademie (DFFB) in Berlin das Fach Regie zu studieren. Mit «Karniggels» legte er 1991 seine erste Komödie in Kinolänge vor, das Roadmovie «Wir können auch anders» markierte 1993 seinen Durchbruch. Die komisch-skurrile Odyssee mit Joachim Król und Horst Krause als Bruderpaar in den Hauptrollen zählt inzwischen zu den deutschen Komödien-Klassikern.

Es folgten die Knast-Komödie «Männerpension» (1995) mit Til Schweiger und die Heilsarmee-Klamotte «Liebe Deine Nächste» (1998) mit Heike Makatsch und Moritz Bleibtreu. Die Zuschauer mochten seinen Humor, die Kritik fiel indes manchmal eher bescheiden aus. Auch mit dem Provinz-Drama «Liebesluder» (2000) vermochte Buck zumindest die Feuilletons nicht wirklich zu überzeugen. Gleiches gilt für seine Travestiekomödie «Rubbeldiekatz» mit Matthias Schweighöfer (2011) und die Verfilmung des Literatur-Bestsellers «Die Vermessung der Welt» mit Florian David Fitz und Albrecht Schuch (2012). Nebenher arbeitet Buck auch als Schauspieler. Gern wird er als sympathischer Hinterwäldler besetzt. Er war in Leander Haußmanns «Sonnenallee» (1999) ebenso dabei wie in dessen Verfilmung des Romans «Herr Lehmann» (2003), in Michael Hanekes Drama «Das weiße Band» (2009) wie in der Geschlechterkomödie «Männerhort» (2014) der Regisseurin Franziska Meyer Price. Allein 2016 ist er in sechs Produktionen zu erleben gewesen, so beispielsweise in «Mängelexemplar», «Hotel Rock'n'Roll» und nicht zuletzt im Kinodebüt seiner ältesten Tochter Bernadette Knoller, «Ferien». Er spielt darin einen nervigen Vater. In dieser Rolle hat ihn Leander Haußmann laut internationaler Filmdatenbank «Imdb.com» auch in der Bestseller-Verfilmung «Das Pubertier» besetzt. Buck gibt darin einen Kriegsreporter, der möglichst oft im Nahen Osten arbeitet, um sich nicht von seinem pubertierenden Nachwuchs zu Hause in die Verzweiflung treiben zu lassen. Die Komödie kommt im Oktober 2017 ins Kino.

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erstellt am 01.Dez.2016 | 00:01 Uhr

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