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11. Dezember 2016 | 05:11 Uhr

«Schrei des Herzens» : Prinz Harry bangt um seine neue Freundin 

vom

Prinz Harry hat es nicht leicht mit der Presse. Mal kursieren Nacktfotos von ihm, mal prügelt er sich mit einem Paparazzo. Doch diesmal ist alles anders - er fürchtet um die Sicherheit seiner neuen Flamme.

Es ist der Aufschrei eines Prinzen, der verzweifelte Hilferuf eines Royals. Ausgerechnet Prinz Harry - der Frauenschwarm, der Medienmann, Liebling der britischen Yellow Press - appelliert an die Medien.

Die Botschaft, am Dienstag vom Kensington Palast hochoffiziell in die Welt posaunt, ist beinahe ein Flehen: Lasst meine Freundin Meghan Markle in Ruhe! In aller Öffentlichkeit bekennt die Nummer Fünf in der britischen Thronfolge ihre Ohnmacht. «Cri de coeur», nennt das die sonst eher zurückhaltende BBC - Schrei des Herzens.

«Eine Grenze ist überschritten», schreibt der Palast. Von «Schmähung und Belästigung» durch die Journaille ist die Rede, «von rassistischen Untertönen» gegenüber der US-Schauspielerin bis zu offenem «Sexismus und Rassismus» in sozialen Medien. Ganz nebenbei bestätigt die Nummer Fünf der britischen Thronfolge damit offiziell die Beziehung zu der 35-Jährigen mit afro-amerikanischer Abstammung.

Wie eine Bombe schlägt das Statement des Kensington Palace im medialen London ein. Reporter hätten versucht, illegal in die Wohnung Markles einzudringen, Bestechungsgelder seien geboten worden, heißt es. Nicht die US-Wahl, nicht der Krieg in Syrien sind an diesem Dienstag das Topthema der Stunde. Spekulationen über die Affäre des Prinzen mit der drei Jahre älteren Frau blühen zwar schon seit Tagen, doch an diesem Dienstag rückt selbst die hochseriöse BBC das Flehen des Prinzen zeitweilig ganz nach oben.

Der Protest des Palasts ist eine Rarität, doch was zugleich auffällt, ist die Vorsicht des Vorgehens: Ross und Reiter der medialen Ausfälle werden nicht genannt. Kein konkreter Zeitungsartikel, kein Name eines Blattes ist zu lesen.

Es dürften einige Artikel sein, die dem Prinzen sauer aufgestoßen sind. «Prinz Harrys neue Flamme ist eine «soziale Aufsteigerin», die «nicht fit für die Royals ist»», zitiert etwa «The Sun» eine Halbschwester der Schauspielerin. Die Erwählte sei geistig «flach», eine «pushy diva» sei sie - eine aufdringliche Diva, mit einem Hang zu «Ginger», zu Rothaarigen also. Die «Daily Mail» machte sich auf zur Ahnenforschung, spürte Markles Herkunft bis zu schwarzen Sklaven nach. Die schlimmsten Gemeinheiten gab es wohl in den sozialen Medien.

Hilflos meint der Palast deswegen: «Prinz Harry ist über Frau Markles Sicherheit besorgt und tief enttäuscht, dass er sie nicht beschützen kann.» Jetzt hoffe er auf Einsicht, auf Fairness der Presse. Und ganz nebenbei kommt raus: Das Paar kennt sich bereits einige Monate.

Die Royals und die Medien - ein langes, ein schwieriges, ein schmerzhaftes Kapitel. Gerade Harry, das rothaarige Raubein, das einstige enfant terrible des Königshauses, kann ein Lied davon singen. Als er 20 war, prügelte er sich mit einem Paparazzo vor einem Londoner Nachtclub, vor ein paar Jahren kursierten Nacktfotos, die in einem Hotel in Las Vegas aufgenommen wurden.

Doch auch an die dunkelste Stunde in der Beziehung zwischen den Royals und den Medien wird erinnert: Die hochseriöse Nachrichtenagentur Press Association (PA) erinnert an die tragische Nacht im August 1997, als Harrys Mutter Diana mit ihrem Liebhaber Dodi Al-Fayed im Auto durch Paris raste und beide tödlich verunglückten. Das Liebespaar wurde damals von Paparazzi auf Motorrädern verfolgt.

Doch hilft der Aufschrei des Prinzen? Wird er etwas ändern im Verhältnis von Royals und Medien? Wohl kaum, meint ein Experte der BBC - es sei einfach zu viel Geld im Spiel.

Allerdings, es gibt auch eine andere Botschaft an diesem Dienstag. Das meinen zumindest die Buchmacher von Ladbrokes. Es müsse sich um echte Liebe handeln, wenn Harry und der Palast sich zu einem solchen Statement entschließen, heißt es dort. Die Buchmacher nehmen schon Wetten an, ob Harry und die Schöne vor den Altar treten. Die Chancen stehen angeblich 5:4.  

Statement Kensington Palace

The Sun

The Mirror

The Guardian

Daily Mail

BBC

Megan Markle über ihre Herkunft

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erstellt am 08.Nov.2016 | 16:37 Uhr

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