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06. Dezember 2016 | 15:07 Uhr

Großes Quiz zu Klaus Kinski : Klaus Kinskis letzter „Himmel“ mietbar

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Urlauber können das Waldhaus des Schauspielers in Kalifornien mieten

Der letzte Ort, an dem Klaus Kinski lebte – und vor 25 Jahren starb –, ist völlig abgeschieden. Eine Idylle, am Ende einer holprigen Landstraße, die in einen steilen Waldweg mündet. Die kleine Hütte aus Holz und Stein ist von hohen Mammutbäumen umgeben. „Ein Himmel auf Erden, ruhig und friedlich“, so beschreiben die Besitzer Liz und Chuck Ford das Blockhaus auf einem Hügelrücken über der kleinen kalifornischen Ortschaft Lagunitas, eine gute Autostunde von San Francisco entfernt.

Das Ende eines lauten, exzentrischen Lebens war überraschend einsam. Nach Angaben der Behörden in Lagunitas erlitt Kinski am 23. November 1991 einen Herzinfarkt. Der 65-Jährige starb allein in seinem Haus, vermutlich im Schlaf. „Die Nachricht von seinem Tod war eine große Story“, erinnert sich der 70 Jahre alte Chuck Ford. „Hubschrauber flogen über das Gebiet, aber sie fanden nichts, denn sie suchten eine riesige Villa, wie sie einem Star gebührt“, erzählt der pensionierte Lehrer.

Vor zwölf Jahren kaufte er das einfache Blockhaus – ein gemütlicher Wohnraum mit einem Holzkamin. Von dort führt eine Wendeltreppe zu einem offenen Loft, wo Kinski schlief. Kein Fernsehen, kein Internet, dafür ein weiter Blick über bewaldete Hügel, kein anderes Haus weit und breit. „Mitten im Nichts, der perfekte Zufluchtsort“, sagt Ford.

Gerade das schätzten die Besucher, die das private Feriendomizil im Internet buchen.

Kinski war ein Star der Extreme. Von den einen als Genie verehrt, während andere einen Wahnsinnigen sahen. Mal randalierte er auf der Bühne, mal ging der Bürgerschreck auf Talkshow-Moderatoren los. Beim Dreh war er als Wüterich gefürchtet. Regisseur Werner Herzog, der seine Kinski-Erlebnisse 1999 in dem Film „Mein liebster Feind“ dokumentierte, erinnerte sich neben „monströsen Kämpfen“ auch an eine „tiefe, tiefe Freundschaft“. Fünf Filme drehten sie zusammen, darunter „Aguirre – der Zorn Gottes“ (1972), „Nosferatu – Phantom der Nacht“ (1978) und „Fitzcarraldo“ (1981). Immer ging es um Außenseiter und Einzelgänger - Rollen, die ein besessen arbeitender Kinski mit höchster Intensität spielte.

Ein Grab erinnert nicht an Kinski. Wenige Monate nach seinem Tod wurde seine Asche im Pazifik vor der Golden Gate Bridge verstreut.

Großes Quiz: Wie gut kennen Sie Schauspieler Klaus Kinski?

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erstellt am 23.Nov.2016 | 08:00 Uhr

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