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Leute

07. Dezember 2016 | 21:21 Uhr

Rückkehr als Moderator : Gottschalk: „Kann machen, was ich will“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Thomas Gottschalk kehrt als Moderator zurück zu seinen Wurzeln beim Bayerischen Rundfunk

Für die neue Radio-Show von Thomas Gottschalk hat der Bayerische Rundfunk einen Trailer gebastelt. „Green, green grass of home“ ist dabei zu hören. „Musste sein, weil ich nichts Besseres für Kulmbach gefunden hab“, sagt der gebürtige Oberfranke Gottschalk. „Radio Gaga“ – „Das war natürlich so meine Radiozeit“. „Spirit in the sky“ – „meine Beschäftigung mit dem Überirdischen“. „Fame“ – „das Umgehen mit der Tatsache, dass einem Liebesbriefe geschrieben werden“ oder „Road to nowhere“ – „das Herumlichtern nach ,Wetten, dass..?‘“.

In Gottschalks neuer Show, das ist seit der Vorstellung gestern in München klar, geht es vor allem um: Thomas Gottschalk. „Ich werde da keine Personality-Show machen“, sagt er zwar. „Es ist wichtig, dass die Leute Spaß haben und nicht nur ich.“

Doch dass er mehr sein wird, als nur derjenige, der ab dem 8. Januar an jedem ersten Sonntag im Monat von 19 bis 22 Uhr das nächste Lied ansagt, dürfte auf der Hand liegen. Dafür redet er einfach zu gut und gerne. „Das ist der Vorteil meiner Situation: Ich kann jetzt machen, was ich will.“

Das gelte auch für mögliche Gäste: „Wenn Eric Clapton unten steht, nehme ich ihn mit. (...) Aber ich werde da bestimmt keine Frau Katzenberger einladen.“ Das, was er machen will, katapultiert ihn und seine Hörer zurück an den Anfang der Gottschalk’schen Karriere in eine Zeit vor Streaming-Diensten und Internet und sogar noch vor „Wetten, dass..?“. Damals, als der Moderator mit Formaten wie „Pop nach 8“ die bayerische und deutsche Radiowelt revolutionierte.

Heute gibt der inzwischen 66-Jährige unumwunden zu, dass er mit aktueller Musik nur noch wenig anfangen kann: „Der Musik, die jetzt überall zu hören ist, gehe ich – soweit es möglich ist – aus dem Weg.“ Bei der Radiotechnik von heute sehe er für sich auch schwarz, weshalb er einen Kollegen zur Seite gestellt bekommt. Gottschalk sagt, als er von einem Gespräch mit den Programmverantwortlichen beim BR erzählt: „Hör mir auf mit den Onlinern. Ich mach’ Radio.“ Eine Oldie-Sendung wolle er zwar nicht machen, aber: „Es gibt und gab zu meiner Zeit eine Musik, von der ich glaube, dass sie nicht gealtert ist.“ Gottschalk sagt unter Bezug auf den zeitgleich mit seiner Sendung laufenden „Tatort“: „Ich werde versuchen, dem Publikum zu garantieren, dass es weniger Leichen gibt.“ Auch wenn viele der Musiker, deren Lieder er spielen werde, schon tot seien.

Beim BR-Engagement soll es nicht bleiben, sagt Gottschalk, ohne mehr zu verraten. Aber einmal im Monat aus seiner Wahlheimat Malibu („Die wissen in Malibu nicht, ob ich irgendein pensionierter Porno-Regisseur aus Schweden bin.“) nach Deutschland zu fliegen, müsse sich schließlich lohnen. „Ich hab dann mehr zu tun, wenn ich komme – das wird eine andere Pressekonferenz.“ Sein erstes Lied am 8. Januar auf Bayern 1 kommt von Golden Earring und heißt „Back Home“.

Mit Einstellung und Musikgeschmack dürfte er wohl den Nerv der Zielgruppe treffen, die Bayern 1 erreichen möchte.

 

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erstellt am 15.Nov.2016 | 12:00 Uhr

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