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08. Dezember 2016 | 21:07 Uhr

TV-Tipp : Die Bergretter: Achillesferse

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Heimatfilme sind ja eigentlich Schnee von gestern. Aber in moderner Variante können sie durchaus recht populär werden. So wie eine Reihe im ZDF, die zeigt, was in dieser Hinsicht geht.

Hohe Berge, herabstürzende Wasserfälle, malerische Täler und steile Höh'n - das sind die Zutaten für so manchen Film, der früher unter der Rubrik «Heimat» lief.

Heutzutage geht es nicht mehr ohne Action, schnelle Schnitte und viel Technik. Aber Liebe, Eifersucht und manchmal etwas Wahnsinn sind auch noch dabei. Das kann man sehr schön sehen in der ZDF-Reihe «Die Bergretter», die am Donnerstag (20.15 Uhr) mit der neuen Folge «Achillesferse» in die achte Staffel startet.

Joseph Binder (Paul Matic) will nach dem Tod seiner Frau den Berghof der Familie verkaufen. Vor allem sein ungeliebter Adoptivsohn Philipp (Kai Malina) ist davon nicht gerade angetan und stürmt nach einem Streit mit Binder in die Berge. Dort trifft er auf die Geologie-Ingenieure Carsten (Roman Knizka) und Sabine (Muriel Baumeister) Lechner, die in Begleitung von Bergführer Jan Fugain (Patrick G. Boll) und Bergretter Tobias Herbrechter (Markus Brandl) auf einer Tour sind.

Philipp arbeitet als Praktikant in der Firma des Ehepaars - und Frau Lechner ist in Wahrheit seine leibliche Mutter. Plötzlich kommt es zu einem Bergrutsch: Jan wird dabei schwer verletzt. Im Tal finden ihn Bergretter Markus Kofler (Sebastian Ströbel) und sein Team - doch wo sind Tobias und die anderen? Die Zeit läuft, denn Philipp hat aus dem Büro der Lechners einigen Sprengstoff entwendet, mit dem er den Berg sprengen und den in der Gefahrenzone liegenden Hof seiner Familie zerstören will.

Auch in den weiteren Folgen geht es ähnlich dramatisch zu: Da muss ein verschollenes Lawinenopfer gefunden werden, bevor es unter den Schneemassen erstickt. Oder es gilt, verschwundene Wanderer einzusammeln, wobei starker Nebel jeden Einsatz praktisch unmöglich macht. Auch privat muss so manches Verhältnis neu geordnet werden: Markus ist sich seiner Gefühle für Katharina (Luise Bähr) keineswegs sicher, zumal er immer noch seiner Ex nachhängt. Sebastian Ströbel (39, «Unter Frauen», «Verliebt, verlobt, vertauscht») ist ziemlich oft im Bild, weshalb anderen Figuren kaum Raum zur Entfaltung bleibt.

Er spielt seinen Part jedoch ebenso frisch wie authentisch. «Jeder Drehtag war ein Abenteuer, das ich mit unserem Team erleben durfte», zitiert ihn das ZDF. «Ich freue mich jetzt schon wieder auf den Start der Dreharbeiten im Februar.» Das mag man ihm gerne glauben, denn gedreht wird die Serie an Originalschauplätzen in Ramsau am Dachsteingebirge und im Ennstal (Steiermark/Österreich).

Der Leiter der Bergwacht, Andreas Marthaler, wurde in den ersten 37 Folgen von Martin Gruber gespielt, der dann am Berg den Serientod erleiden musste: Er starb, als er sein Sicherungsseil durchtrennte, um ein Mädchen vor dem Absturz zu retten. Seinen Part übernahm dann Sebastian Ströbel den Part als Markus Kofler.

«Die Bergretter», wie die Serie seit 2012 heißt, ist eine Co-Produktion mit dem ORF und gilt als Nachfolger der ZDF-Serien «Die Bergwacht» und «Die Rettungsflieger». Die nächsten Staffeln sind fest eingeplant, denn die Serie ist beim Publikum ähnlich beliebt wie «Der Bergdoktor» (mit Hans Sigl), der nun auch schon in die zehnte Staffel geht. Da sage noch einer, Heimat wäre out.

Die Bergretter: Achillesferse

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erstellt am 17.Nov.2016 | 00:01 Uhr

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