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09. Dezember 2016 | 04:55 Uhr

TV-Tipp : Deutschland tanzt

vom

Mit einem großen Tanz-Event will ProSieben gegen Ende des Jahres noch einmal Quote machen. In «Deutschland tanzt» vertreten 16 TV-Promis ihr Bundesland - auch wenn einige in der Disco eher talentfrei sind.

Tanznieten und Dancing Queens: ProSieben versucht sich an einer weiteren Tanzshow und schickt ab diesem Samstag (12. November, 20.15 Uhr) mehr oder weniger Prominente aufs Parkett.

In «Deutschland tanzt» treten Comedian Oliver Pocher, Moderatorin Janin Ullmann oder Entertainer Wolfgang Lippert jeweils für ihr Bundesland an. Am Ende entscheiden die Zuschauer, welcher Star zum Sieger gekürt wird.

Seit Wochen trainieren die Kandidaten für die von Lena Gercke moderierte Show, die an drei Samstagen live aus den Bavaria-Studios in München gesendet wird. Die einen haben dabei mehr, die anderen weniger Rhythmus im Blut. 

«Fast alle meine Tanzerlebnisse waren irgendwie peinlich, weil ich immer auf die Tanzfläche wollte, aber dort nicht brillieren konnte. Ich habe mich immer irgendwie durchgemogelt», sagte der frühere «Wetten, dass..?»-Moderator Lippert (64) der Deutschen Presse-Agentur. Er und Schauspieler Friedrich Liechtenstein (der «Supergeil»-Typ aus der Edeka-Werbung) sind die ältesten Star-Schwofer der Show.

Auch Ex-«Dschungelcamp»-Gewinner Peer Kusmagk und Surferin Janni Hönscheid, die sich in der RTL-Nacktshow «Adam und Eva» kennen- und liebenlernten, gehören nach eigenen Angaben in der Disco eher zu den Talentfreien: «Wir tanzen eher im häuslichen Bereich.»  

Favoriten sind andere, etwa Profitänzerin Avelina Boateng (24), Schwester von Fußballnationalspieler Jérôme Boateng, oder Magdalena Brzeska (38). Die Ex-Turnerin gewann 2012 die fünfte Staffel der RTL-Tanzshow «Let's Dance» und tritt diesmal mit ihrer 14-jährigen Tochter Noemi an.

Besonders interessant sein dürfte der Auftritt von Kassandra Wedel. Die Münchnerin gehört zu den besten Hip-Hop-Tänzerinnen Europas und ist gehörlos. «Es ist nicht so bekannt, dass Gehörlose Schauspieler oder Tänzer sind. Das gibt es in Deutschland einfach nicht. Es ist gut, dass die Leute sehen, dass wir auch sehr viele Möglichkeiten haben», erklärt die 31-Jährige, die Musik ausschließlich durch den Bass wahrnimmt. 

Auch die saarländische «Tatort»-Kommissarin Elisabeth Brück, die in Brasilien geborene Sängerin Fernanda Brandao und Ex-«Bachelor» Jan Kralitschka versuchen ihr Glück mit Samba, Rumba und Hip-Hop. Das Finale der Show, die durch ihren Bundesländervergleich an Stefan Raabs «Bundesvision Song Contest» erinnert, steigt am 26. November. 

Der Privatsender hofft, dass die Show bessere Quote erzielt, als zuletzt seine Tanz-Castingshow «Got To Dance» mit Palina Rojinski. Die dritte Staffel ging im vergangenen Jahr mit nur 1,46 Millionen Zuschauern zu Ende - Zukunft ungewiss.

Dass tanzende Promis auch den Quoten-Takt angeben können, beweist seit zehn Jahren die RTL-Liveshow «Let's Dance»: Sie kam in diesem Jahr in jeder Ausgabe über die Marke von vier Millionen Zuschauern. Auch das Format «Dance Dance Dance», unter anderem mit DJ Bobo und Sophia Thomalla in der Jury, brachte dem Kölner Privatsender im Herbst ordentliche Quoten. 

Ob die Tanzshows auch zu einem Boom in Tanzschulen führt, können Verbände nicht genau sagen. «Wir haben zwar durchaus den Eindruck, dass die Tanzshows das Interesse am Tanzen an sich befördern, wissen allerdings nicht, wie sich das konkret in Buchungen niederschlägt», erklärte der Allgemeine Deutsche Tanzlehrer-Verband (ADTV) auf Anfrage. Man führe in seinen rund 800 Tanzschulen keine Statistik darüber.

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erstellt am 12.Nov.2016 | 00:01 Uhr

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