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28. März 2017 | 17:56 Uhr

Hatte Diana eine Affäre? : Der Reitlehrer wars nicht

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Der ehemalige Offizier James Hewitt bestreitet, Prinz Harrys Vater zu sein

Seit Jahrzehnten gab es die Gerüchte. Immerhin war der rote Haarschopf gar nicht zu übersehen. Wer, fragten sich die Briten, ist der Vater von Prinz Harry? Und viele vermuteten, dass es nicht der keinesfalls rothaarige Thronfolger Prinz Charles sein konnte. Stattdessen, so die Spekulationen, soll der Liebhaber von Prinzessin Diana, ihr rothaariger Reitlehrer James Hewitt, ihren zweitältesten Sohn gezeugt haben. Jetzt hat James Hewitt sich öffentlich dazu geäußert.

In einem Interview mit einem australischen Fernsehsender wurde der 58-Jährige ganz unverblümt gefragt: „Sind sie Harrys Vater?“ Und ebenso direkt antwortete Hewitt: „Nein, bin ich nicht.“ Warum es denn diese Gerüchte immer wieder gegen würde? „Naja, so eine Story verkauft sich eben gut“, meinte Hewitt. „Es ist wahrscheinlich schlimmer für Harry. Armer Kerl.“

Immer wieder wurde Prinz Harry mit den Gerüchten konfrontiert, dass Charles nicht sein Vater wäre.
Immer wieder wurde Prinz Harry mit den Gerüchten konfrontiert, dass Charles nicht sein Vater wäre. Foto: Yui Mok

James Hewitt, Militäroffizier im Hauptmannsrang, lernte die Prinzessin von Wales im Sommer 1986 bei einem Poloturnier kennen. Damals war Dianas Ehe mit Prinz Charles schon zerrüttet. Eine fünfjährige Romanze mit dem feschen Offizier begann, die erst endete, als Hewitt im zweiten Golfkrieg als Panzer-Kommandant diente. Diana selbst hat diese Affäre in ihrem sensationellen BBC-Interview 1995 zugegeben. „Ja, ich habe ihn vergöttert. Ja, ich war verliebt in ihn. Aber ich bin sehr enttäuscht worden.“ Damit meinte sie die Indiskretionen von Hewitt, der ein Jahr zuvor gegenüber der Journalistin Anna Pasternak allzu freimütig über seine Beziehung zu Diana schwadroniert hatte.

Seitdem hat Hewitt eine sehr schlechte Presse in Großbritannien. Als „Ratte" bezeichneten ihn die Massenblätter, und das umso mehr, als er 2003 versuchte, 64 Liebesbriefe, die ihm Diana geschickt hatte, meistbietend zu verkaufen. Zehn Millionen Pfund wollte er dafür sehen. Nicht nur seine Geldgier, vor allem seine Bereitschaft, intime Details seiner Liebe zu Diana zu offenbaren, wurden als unverzeihlich als „Verrat“ gesehen.

In seinem Fernsehinterview denkt Hewitt mit einiger Rührung daran zurück, wie er sich in Diana verliebt hatte. „Sie hatte eine Aura von etwas ganz Speziellem“, sagte er. Ob er seine Affäre mit Diana mittlerweile bereue, wurde er gefragt. „Nein, ich bereue das nicht. Ich bedauere einige Dinge, die dadurch ausgelöst wurden, aber auf keinen Fall meine Liebe zu Diana!“ Ob ihm die Briten so schnell vergeben wollen, bleibt abzuwarten. Heute lebt Hewitt zurückgezogen im Südwesten Englands und zeigt sich ganz selten in der Öffentlichkeit.

Die Sache mit der Vaterschaft hätte sich auch prosaischer klären lassen. Der Umstand, dass Prinz Harry im Unterschied zu allen anderen Royals im Windsor-Clan rote Haare hat, geht auf die Gene zurück, die Diana mit in die Ehe brachte: Bei den Spencers sind rote Haare nicht unüblich. Und sowohl Dianas Leibwächter Ken Wharfe als auch ihr Butler Paul Burrell haben unterstrichen, dass James Hewitt die Prinzessin von Wales erst kennengelernt habe, als Harry schon anderthalb Jahre alt war.

 

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