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30. September 2016 | 13:44 Uhr

Wolfgang Petry : Das „Phantom des Schlagers“

vom
Aus der Onlineredaktion

Vor zehn Jahren ging „Wolle“ in Rente. Doch der „Wahnsinn“ geht weiter

Wallemähne, Schnurrbart, Karohemd, Freundschaftsarmbänder – mehr als 30 Jahre waren das seine Markenzeichen. 2006 war dann Schluss. Wolfgang Petry wollte einfach nur noch Franz Hubert Wolfgang Remling sein, sich um seine Frau Rosie und die Enkel kümmern. Die Karriere wurde beendet, die Wolle kam ab. „Ich habe für mein Leben festgelegt, in Würde abzutreten, und die Zeit ist für mich gekommen. Mein Weg ist hier beendet, egal, wie weh mir das tut“, verkündete Petry 2006.

Bis heute meidet der Sänger die Öffentlichkeit. Sohn Achim tritt inzwischen mit den Hits auf. „Der Vatter“, wie ihn der 42-jährige Achim in rheinischem Singsang nennt, hat es nach seinem Rückzug acht Jahre ohne Musik ausgehalten, dann brachte er ein neues Album heraus. Alte Hits, neu arrangiert. Zwei weitere sind mittlerweile dazugekommen, eins sogar mit neuen Songs. Die Bühne meidet „Wolle“ aber weiter. Als „Phantom des Schlagers“ wurde er in den Medien bereits bezeichnet.

Comeback ausgeschlossen? „Die Platten sind ja schon 50 Prozent Rückkehr. Bis vor zwei Jahren war ich noch davon überzeugt, dass er selbst das nicht mehr macht“, sagt Achim Petry.

Wer Wolfgang Petry heute begegnet, in Hennef bei Bonn, wo er zu Hause ist, oder auf seinen zahlreichen Reisen, hat einen drahtigen Mann mit kurzem graumeliertem Haar vor sich. Ohne „Schnörres“ – kaum wiederzuerkennen. Fotos lehnt er ab. „Ich fühle mich nicht mehr als öffentliche Person, also braucht auch keiner ein neues Bild von mir!“

Er treibt viel Sport, achtet auf seine Ernährung, isst kaum noch Fleisch. In seinem neuen Song „Pflicht“ heißt es: „Ich möchte keinem was beweisen! Das hab’ ich schon früher nicht getan... Habe ich mich auch verändert: Sagt, wer tut das nicht? Ich bin noch immer ,Wolle‘ Petry und ich scheiße auf die Pflicht!“ „Er hat keinen Imagewandel hinter sich. So war er ja schon immer“, sagt Petry Junior. „Inzwischen hat er sich nur ein paar Freiheiten herausgenommen.“  

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