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07. Dezember 2016 | 21:21 Uhr

Zweite Staffel : Club der roten Bänder

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In der Vox-Eigenproduktion «Club der roten Bänder» ist der erste Herzschmerz das kleinste Übel. Die Charaktere auf der Kinderstation kämpfen auch in Staffel zwei gegen den Krebs. Lachen ist trotzdem nach wie vor erlaubt.

«Club der roten Bänder» vereint zwei Elemente, die für sich genommen schon Stoff für unzählige Drama-Serien bieten. Das ist zum einen der Krankenhaus-Kosmos inklusive Personal und Patienten, zum anderen der Alltag von Jugendlichen mit zahlreichen Herausforderungen, die sich Heranwachsenden stellen.

Mit dieser Mischung und einem guten Anteil Galgenhumor war Vox in der ersten Staffel so erfolgreich, dass am 7. November (20.15 Uhr) nun die zweite startet.

Die Handlung der ersten von dem Privatsender eigenproduzierten Fiction-Serie ist schnell zusammengefasst: Ernste Krankheiten und Verletzungen führen fünf Jugendliche in einem Krankenhaus zusammen. Sie alle müssen dort längere Zeit verbringen, schließen Freundschaft und gründen den «Club der Roten Bänder». 

In Staffel zwei werden die Freundschaftsbande nun auf die Probe gestellt: Emma, das einzige Mädchen in der Gruppe, wird entlassen. Auch für zwei andere Clubmitglieder tun sich Möglichkeiten außerhalb des Krankenhauskosmos auf.

Die erste Staffel brachte dem Privatsender Vox und damit der RTL Group gute Quoten - beim Finale schalteten 2,71 Millionen Zuschauer ein - und wohlwollende Kritiken. Dazu gab es gleich mehrere Auszeichnungen - unter anderem den Deutschen Fernsehpreis und einen Grimme-Preis. Das Ensemble wurde außerdem mit dem Deutschen Schauspielpreis 2016 geehrt. Der Regisseur Richard Huber sowie die Produzenten Gerda Müller und Jan Kromschröder der in Monheim am Rhein gedrehten Serie erhielten den Bayerischen Fernsehpreis 2016.

Die Geschichte basiert auf dem Bestseller des spanischen Autoren Albert Espinosa. Als Jugendlicher hat er selbst viel Zeit im Krankenhaus verbracht, und wie zwei der Serienhelden hat er wegen seiner Krebserkrankung ein Bein verloren. «Zum Glück hat Albert viel von sich veröffentlicht, das ist ein großes Geschenk», sagt Tim Oliver Schultz (28), der den beinamputierten Leo spielt. Bei der Rollen-Vorbereitung habe er durch die Lektüre und Krankenhausbesuche viel lernen können.

In Spanien sei die Besucherzahl auf den Kinderstationen nach der Ausstrahlung der Serie um 40 Prozent gestiegen, berichtet Schultz. Er glaubt, dass auch die deutsche Serie Aufmerksamkeit für die jungen Patienten wecken kann. Über soziale Netzwerke erreichten ihn Nachrichten von Zuschauern, die sich für die Serie und den Mut bedankten, ein so schwieriges Thema anzugehen.

«Als Schauspieler wünscht man sich, zu helfen und den Leuten etwas Gutes mit auf den Weg zu geben, aber letztendlich sind wir doch nur Gaukler und schaffen für ein paar Sekunden Aufmerksamkeit, Glücksgefühle und Spaß», sagt Schultz, dessen Vater Arzt ist und seinen Sohn gerne in dem Beruf gesehen hätte.

Mittlerweile war «Club der roten Bänder» als TV-Serie in fast 20 Ländern zu sehen. Längst nicht überall liefen die Adaptionen aber so erfolgreich wie in Deutschland, heißt es bei Vox. In den USA, wo «Red Band Society» auf Fox zu sehen war, wurde Serie sogar vorzeitig vom regulären Sendeplatz abgesetzt.

Vielleicht hat der Autor Espinosa deshalb bei der Premiere der deutschen zweiten Staffel in einem Kölner Kino von seiner Lieblingsversion gesprochen. Deutschland fühle er sich inzwischen sowieso verbunden, scherzte er: «Zu ein paar Prozent bin ich ja jetzt deutsch, meine neue Beinprothese kommt aus Deutschland.» 

Club der roten Bänder

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erstellt am 07.Nov.2016 | 00:01 Uhr

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