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Kultur

05. Dezember 2016 | 17:39 Uhr

Eine Biografie : Vergessenes Frauenleben: «Notre Dame de Dada»

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Luise Straus-Ernst war weit mehr als die Frau eines bekannten Malers. Sie war eine bedeutende Kunsthistorikerin und Journalistin der Weimarer Republik.

Sie ebnete Max Ernst den Weg in die Kunstwelt und wurde zur Muse der Dada-Bewegung. Luise Straus-Ernst empfing in ihrer Kölner Wohnung Künstler wie Paul Klee, Paul Eluard und André Breton. Doch während der Maler Max Ernst später Weltruhm erlangte, kennt man seine erste Frau heute kaum noch.

Es blieb der renommierten Biografin Eva Weissweiler vorbehalten, aus verstreutem Archivmaterial dieses ungewöhnliche Frauenleben zu rekonstruieren. Denn Luise Straus-Ernst war weit mehr als die Frau eines bekannten Malers. Sie war eine bedeutende Kunsthistorikerin und Journalistin der Weimarer Republik. Doch als Jüdin nahm ihr Leben eine tragische Wende. 1933 emigrierte sie nach Frankreich. 1944 wurde sie mit einem der letzten Konvois nach Auschwitz deportiert.

Weissweiler zeigt eine intelligente und sehr moderne Frau, die nach der frühen Scheidung furchtlos für sich und ihren Sohn das Leben in die Hand nahm. Umso tragischer, dass sie am Ende ihr Überlebensinstinkt verließ und sie jedes Fluchtangebot in den Wind schlug.

- Eva Weissweiler: Notre Dame de Dada. Luise Straus-Ernst – das dramatische Leben der ersten Frau von Max Ernst, Kiepenheuer & Witsch, Köln, 456 Seiten, 24,99 Euro, ISBN 978-3-462-04894-0.

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erstellt am 01.Nov.2016 | 14:24 Uhr

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