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Kultur

07. Dezember 2016 | 15:27 Uhr

Ein wichtiges Gut : Timothy Garton Ash über die Freiheit der Rede

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Durch das Internet ist es leichter, etwas an die Öffentlichkeit zu bringen und schwieriger, unliebsame Themen unter dem Deckel zu halten. Das meint der Oxford-Professor Timothy Garton Ash.

Meinungsfreiheit ist ein Grundprinzip demokratischer Gesellschaften. Aber in der Post-Gutenberg-Ära, in der fast die Hälfte der Menschen weltweit Zugang zum Internet hat, sind die Regeln für den Umgang damit diskussionsbedürftig.

Das neue Buch von Timothy Garton Ash «Redefreiheit» ist ein Beitrag dazu. Durch das Internet sei es leichter, etwas an die Öffentlichkeit zu bringen und schwieriger, unliebsame Themen unter dem Deckel zu halten, argumentiert der Professor für Europäische Studien an der Universität Oxford. Gleichzeitig würden die Kommunikationstechnologien von Staaten und Unternehmen kontrolliert. Einzelne Konzerne wie Facebook hätten sogar mehr Macht, freie Meinungsäußerung zu ermöglichen oder einzuschränken, als die meisten Regierungen. Und das Internet führt dazu, dass Meinungsäußerungen weitreichende Folgen haben können, Tote bei gewaltsamen Demonstrationen in Pakistan etwa nach der Veröffentlichung der islamkritischen Karikaturen in dem französischen Satiremagazin «Charlie Hebdo».

Muss man die Redefreiheit deshalb einschränken? Nein, ist die Überzeugung des Autors. Sie sei wichtiger denn je.

- Timothy Garton Ash: Redefreiheit. Prinzipien für eine vernetzte Welt. Carl Hanser Verlag, 687 Seiten, 28 Euro, ISBN 978-3-446-24494-8

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erstellt am 15.Nov.2016 | 16:28 Uhr

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