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Kultur

09. Dezember 2016 | 04:54 Uhr

Wechsel der Perspektive : Geschichte andersherum: «Licht aus dem Osten»

vom

Peter Frankopan erzählt eine neue Geschichte der Welt

Wir sind es gewohnt, die Welt aus europäischer Perspektive zu betrachten. Von den alten Griechen bis zum Zeitalter der Aufklärung und der Industrialisierung wird so Geschichte in scheinbar logisch-stringenter Abfolge erzählt.

Doch was, wenn man die Dinge einmal anders betrachtet? Diesen spannenden Perspektivwechsel unternimmt Peter Frankopan in seinem voluminösen Buch «Licht aus dem Osten». Für den Briten ist es das eigentliche Zentrum der Welt und der Geschichte eine Region, die heute durch Kriege, Religionskonflikte oder bizarre Diktaturen auf sich aufmerksam macht: der Nahe und Mittlere Osten, eingeschlossen die ehemalige «Seidenstraße» mit Ländern wie Turkmenistan oder Usbekistan.

Angesichts uralter Zivilisationen im Zweistromland oder Persien kann der Autor ohne Probleme seine These untermauern. Weniger geglückt ist der Bogen zur Gegenwart. Denn gigantische, teilweise geschmacklose Bauprojekte oder der Reichtum an Bodenschätzen in vielen dieser Länder sind noch kein Beweis für die Zukunftsfähigkeit einer Region.

- Peter Frankopan: Licht aus dem Osten. Eine neue Geschichte der Welt, Rowohlt Verlag, Berlin, 848 Seiten, 39,95 Euro, ISBN: 978-3-87134-833-4.

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erstellt am 01.Nov.2016 | 14:41 Uhr

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