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Kultur

05. Dezember 2016 | 17:39 Uhr

Neues Wahrzeichen : Elbphilharmonie-Plaza wird eröffnet

vom

Die Vorfreude steigt: In gut zwei Monaten wird die Hamburger Elbphilharmonie eröffnet. Bereits Anfang November können Besucher die öffentliche Plaza des neuen Wahrzeichens in 37 Metern Höhe erkunden.

Die Rundum-Aussicht in 37 Metern Höhe über den Hamburger Hafen ist spektakulär: Davon können sich bald alle Hamburger und Touristen selbst überzeugen.

Denn zwei Monate vor der Eröffnung des Konzerthauses wird am 4. November die öffentliche Plaza der Elbphilharmonie - die Aussichtsplattform zwischen dem historischen Kaispeicher und dem gläsernen Neubau - eingeweiht. Zeitgleich wird das fertige Gebäude der Schweizer Architekten Herzog & de Meuron in einem Festakt offiziell vom Baukonzern Hochtief an die Stadt Hamburg übergeben.

Die interne Schlüsselübergabe war am Montagabend bereits mit einer Lichtaktion gefeiert worden: Auf der Fassade des gläsernen Baus wurden die Lichter so eingeschaltet, dass in riesigen Buchstaben das Wort «FERTIG» zu lesen war.

«Das ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Eröffnung. Die Besucher können die Elbphilharmonie schon einmal in Besitz nehmen, die Plaza besichtigen, das Hotel kennenlernen und die tolle Aussicht genießen», sagte Generalintendant Christoph Lieben-Seutter. Ursprünglich sollte das umstrittene Gebäude bereits 2010 eröffnen, die Kosten stiegen von 77 auf 789 Millionen Euro.

Das Interesse ist riesig: Schon innerhalb der ersten Stunden nach der Freigabe wurden rund 10 000 Karten reserviert. Da die Kapazität auf der Plaza begrenzt ist, wird der Besuch über Tickets geregelt, Konzertbesucher brauchen später kein Extra-Ticket. Wer an einem bestimmten Tag kommen möchten, kann die Tickets für 2 Euro vorbuchen, kostenlose Tickets für einen Besuch am selben Tag sind ab 5. November im neuen Besucherzentrum und im Eingangsbereich der Elbphilharmonie sowie im Internet nach Verfügbarkeit erhältlich. «Es können nicht mehr als 1200 Besucher zur gleichen Zeit auf die Plaza», erklärte Pressesprecher Tom R. Schulz. Er rechnet damit, dass das Besucherinteresse auch stark vom Wetter abhängig sein wird.

Schon der Weg auf die Plaza, mit 4000 Quadratmetern fast so groß wie der Hamburger Rathausmarkt, ist einzigartig. Die Besucher können sich entscheiden, ob sie einen der zahlreichen Aufzüge oder die zweispurige, konvex gebogene Rolltreppe, die so genannte Tube, nehmen möchten. «Mit 82 Metern ist sie die längste Rolltreppe Westeuropas und die weltweit einzige, die einen Bogen beschreibt», erklärte Heiner Zeiger vom finnischen Hersteller Kone. Nach zweieinhalb Minuten Fahrt vorbei an mit Glaspailletten verzierten Wänden erreichen die Besucher ein riesiges Panorama-Fenster, das den Blick freigibt auf den Hafen. Über eine kleinere Rolltreppe und einige Stufen gelangt man dann endgültig auf die Plaza.

Von hier kommen die Besucher über geschwungene Treppen zum Großen und zum Kleinen Konzertsaal, zur Gastronomie und zur Lobby des Hotels Westin. Durch zwei riesige Windschotts gelangen die Besucher zum Balkon, der einmal rund um die Elbphilharmonie führt. Wie alles an dem Gebäude sei auch die Plaza ein besonderer Ort mit besonderen baulichen Herausforderungen, sagte Stephan Deußer, Projektleiter des Baukonzerns Hochtief. Als Beispiel nannte er die geschwungene weiße Decke mit einem schallabsorbierenden Deckensystem und die Bodenklinker, die eigens für die Plaza in einem Kohleofen gebrannt und in einem speziellen Muster verlegt wurden. Sie sollen an den alten Backsteinspeicher erinnern, auf dem das gläserne Konzerthaus errichtet wurde.

Noch bleiben den Verantwortlichen zwei Monate Zeit, um alles für die große Eröffnung am 11. Januar 2017 vorzubereiten. Vor allem die Musiker müssen sich noch an den neuen Konzertsaal gewöhnen. Nach der ersten Probe Anfang September zeigte sich der Chefdirigent des NDR Elbphilharmonie Orchesters, Thomas Hengelbrock, begeistert. «Herrlich, den nehmen wir», lautete sein Kommentar.

Elbphilharmonie

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erstellt am 03.Nov.2016 | 10:56 Uhr

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