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Kultur

02. Dezember 2016 | 21:10 Uhr

Elbphilharmonie Hamburg : „Ein Haus für alle“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Nach knapp zehn Jahren Bauzeit ist die Elbphilharmonie im Hafen vollendet. Nun wurde die öffentliche Aussichtsplattform eingeweiht

Schon der Weg auf die Plaza ist atemberaubend: Beim Start der Rolltreppe im Eingangsbereich der Elbphilharmonie weiß man noch nicht, wohin sie führt. Vorbei an Wänden mit funkelnden Pailletten öffnet sich erst am Ende der 82 Meter langen „Tube“ ein riesiges Panoramafenster mit Blick auf den Hamburger Hafen: Schiffe, Werften und Kräne prägen das Bild der Elbe. Über eine weitere, kleinere Rolltreppe und wenige Stufen erreichen die Besucher die öffentliche Plaza in 37 Metern Höhe: Von hier gelangen sie über geschwungene Treppen zum Großen und zum Kleinen Konzertsaal, zur Gastronomie und zur Lobby des Hotels. Durch zwei riesige Windschotts gelangt man auf den Balkon, der rund um die Elbphilharmonie führt.

 

Zwei Monate vor der Eröffnung des Großen Saals wurde gestern die öffentliche Aussichtsplattform mit einem Festakt eingeweiht. Gleichzeitig wurde das spektakuläre Gebäude der Schweizer Architekten Herzog & de Meuron offiziell vom Bauunternehmen Hochtief an die Stadt Hamburg übergeben. „Die Elbphilharmonie ist ein Haus für alle. Sie ist wie das Parlament der Musikstadt Hamburg. Ein Konzerthaus, das die Welt begeistern wird“, sagte Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD).

Der Konzertsaal, der demnächst eröffnet wird und einmal zu den zehn besten der Welt gehören soll, hält, was er verspricht. Er ist nach dem Weinberg-Prinzip gebaut, mit terrassenförmig aufsteigenden Rängen und einer Bühne in der Mitte. Die erste Probe des NDR Elbphilharmonie Orchesters im September war für Dirigent Thomas Hengelbrock und sein Orchester auf jeden Fall ein einzigartiges Erlebnis. Es seien „jedem im Raum die Tränen heruntergelaufen, wirklich jedem“.

Die Plaza ist eine für jeden zugängliche Plattform zwischen dem Kaispeicher aus Backstein und dem charakteristischen gläsernen Neubau. Sie liegt in 37 Metern Höhe und ist über die „Tube“, Hamburgs vermutlich erste Rolltreppe mit eigenem Namen, erreichbar. Zweieinhalb Minuten dauert die Fahrt über eine Länge von 80 Metern und 24 Metern Höhenunterschied. Da die Kapazität auf der Plaza begrenzt ist, wird der Besuch über Tickets geregelt, Konzertbesucher brauchen später kein Extra-Ticket zu erwerben. Wer an einem bestimmten Tag kommen möchten, kann die Tickets für zwei Euro vorbuchen, kostenlose Tickets für einen Besuch am selben Tag sind im neuen Besucherzentrum und im Eingangsbereich der Philharmonie sowie im Internet nach Verfügbarkeit erhältlich. Es dürfen nicht mehr als 1200 Besucher zur gleichen Zeit auf die Plaza.

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