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Kultur

06. Dezember 2016 | 15:03 Uhr

Bedeutungswandel : Das große Schwarz

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Wie eine Farbe die Kultur prägte: von der Antike über das Mittelalter bis zur Moderne. Der französische Historiker Michel Pastoureau erzählt eine «dunkle» Kulturgeschichte.

Schwarzer Tod, schwarzer Freitag, schwarze Magie, schwarzer Ritter, schwarze Katze. Kaum ein anderes Element auf der Farbskala löst mehr negative Assoziationen beim Betrachter aus. Dabei galt Schwarz - genauso wie Weiß - über Jahrhunderte gar nicht als eigentliche Farbe.

Bereits in der Mythologie des Altertums war der finstere Ton den Schattenseiten des Daseins vorbehalten. So wurden etwa die griechische Rachegöttin Nemesis oder die indische Todesgottheit Kali meist in jenem Kolorit dargestellt. Und auch der biblische Gott trennte erst die Helligkeit vom Schwarz, um das Leben beginnen zu lassen.

Der französische Historiker Michel Pastoureau verfolgt in seinem jüngsten Buch «Schwarz. Geschichte einer Farbe» deren symbolische Bedeutung von der Antike über das Mittelalter - wo sie die Farbe des Teufels, aber auch der Mönche war - bis zur Moderne, in der sie spätestens einen Bedeutungswandel erfuhr. Natürlich gibt es auch heute noch etwa den schwarzen Block, doch haben Kunst und Mode (das kleine Schwarze) eine Änderung im Bewusstsein des Farbtons hervorgerufen.

Pastoureau zeigt in seinem wunderbar gestalteten und mit rund 100 Abbildungen versehenen Band die «schwarze» Kulturgeschichte der Menschheit.

- Michel Pastoureau: Schwarz. Geschichte einer Farbe, Verlag Philipp von Zabern, 208 Seiten, 39,95 Euro, ISBN 9783-80535013-6.

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erstellt am 15.Nov.2016 | 16:17 Uhr

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