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Interview : Ein Teenie-Sänger startet durch

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Kreischende Fans und ein erfolgreiches Album: Für den 17 Jahre alten Musiker Mike Singer läuft es gerade richtig gut

Selfies mit Fans und Autogramme schreiben, das macht der Sänger Mike Singer gerade ziemlich häufig. Sein Album „Karma“ landete vor Kurzem auf Platz eins der deutschen Album-Charts. Auf Instagram folgen dem Offenburger mehr als eine Million Menschen. Mit Aleksandra Bakmaz hat Mike Singer über seinen Erfolg geredet, und wie er mit Kritik und Morddrohungen umgeht.

Du machst erfolgreich Musik und hast jede Menge Fans. Wie hat sich dein Leben verändert?

Mike Singer: Die größte Veränderung ist, wenn ich in die Stadt gehe. Dann kommen Leute zu mir, die Bilder machen wollen oder mit mir reden.

Du wirst oft mit dem kanadischen Sänger Justin Bieber verglichen: Wie findest du das?

Ich finde es nicht schlimm. Aber ich bin trotzdem Mike Singer und nicht Justin Bieber. Er hat so ähnlich wie ich angefangen, deshalb vergleichen mich Leute vielleicht mit ihm. Natürlich inspiriert er mich auch, aber das tun auch Sänger Justin Timberlake und Chris Brown. Auch der Sänger The Weeknd gehört zu meinen Vorbildern.

Deine Vorbilder singen alle auf Englisch. Wieso hast du dich entschieden, auf Deutsch zu singen?

Ich fühle mich jetzt gerade irgendwie wohler, wenn ich auf Deutsch singe. Vielleicht ändere ich das auch irgendwann. Ich bin da echt ganz offen.

Wie wichtig sind soziale Netzwerke wie Instagram oder YouTube für dich?

Weil ich mit meinen Fans so viel teilen möchte wie möglich, ist es für mich sehr wichtig, in sozialen Netzwerken unterwegs zu sein. Ich probiere die Fans immer mitzunehmen – egal ob ich im Tonstudio bin oder irgendwo unterwegs. Ich versuche, immer und überall Fotos zu posten. Vor allem YouTube ist auch eine wichtige Plattform für meine Musik.

Als Künstler wird man nicht immer gelobt: Wie gehst du mit Kritik um?

Ich sehe das positiv: Wenn jemand mich kritisiert, hat das ja auch einen Grund. Ich schau mir das genau an und versuche mich durch Kritik zu verbessern. Ich bin gerade erst 17 Jahre alt und probiere mich aus, versuche gerade selbst Songs zu schreiben. Wenn mich jemand kritisiert, finde ich das überhaupt nicht schlimm.

Du hast schon Morddrohungen bekommen. Ist Sicherheit seitdem ein wichtigeres Thema für dich und deine Eltern?

Ja, definitiv. Ich habe bei öffentlichen Terminen wie Autogrammstunden jetzt immer einen Bodyguard dabei, der auf mich aufpasst.

Wie sollte man mit Morddrohungen als Künstler umgehen?

Man sollte sich nicht darauf einlassen und einfach stark sein. Das machen, worauf man Lust hat und sich nicht davon unterkriegen lassen. Verhindern kann man solche Drohungen sowieso nicht. Es gibt einfach Menschen, die so etwas machen. Damit muss man sich einfach abfinden.

Wie bist du zur Musik gekommen?

Als ich zwölf Jahre alt war, habe ich immer Lieder vor mich her gesummt. Irgendwann hat mein Vater gesagt, dass ich ein Lied mal auswendig lernen soll. Das hab ich gemacht und wusste sofort: Ich will Musik machen. Damit bin ich der Erste in meiner Familie. Mein Vater war früher DJ, aber sonst hat niemand Musik gemacht.

Du bist erfolgreicher Musiker, gehst aber trotzdem noch zur Schule: Warum ist dir das so wichtig?

Weil ich mein Abitur machen will und es wichtig ist, einen guten Abschluss zu haben. Bis jetzt war ich auf einer öffentlichen Schule. Doch beides zeitlich unter einen Hut zu kriegen, ist echt sehr schwierig. Deshalb gehe ich jetzt auf eine private Schule und bekomme Einzelunterricht.

Das hört sich stressig an. Hast du dann überhaupt noch Freizeit?

Klar! Ich geh dann mit meinen Freunden zum Schwimmen oder hänge einfach mit ihnen ab. Manchmal gehen wir auch einfach Achterbahn fahren.

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erstellt am 20.Mär.2017 | 08:00 Uhr

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