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09. Dezember 2016 | 01:04 Uhr

Umwelt : Wattenmeer ist einzigartig

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Dark Blome von der Insel Amrum führt Leute durch das Watt. Er zeigt ihnen, was dort alles zu entdecken ist.

Barfuß und mit hochgekrempelten Hosen steht eine Gruppe Menschen um Wattführer Dark Blome herum. Gemeinsam will sie von der Nordsee-Insel Amrum zur Insel Föhr laufen. Normalerweise fährt man mit dem Schiff hinüber. Doch wenn Ebbe ist, kann man auch zu Fuß hinübergehen. Allerdings nur mit jemandem, der sich auskennt.

Dark kennt sich aus. Seit 18 Jahren wandert er mit Menschen durch das Watt. „Das Wattenmeer ist einzigartig auf der Welt. Das gibt es in der Größe nur an der Nordsee“, sagt er.

Obwohl der Mann fast jeden Tag im Watt unterwegs ist, entdeckt er immer wieder Neues. Die Menschen, die heute mit ihm gehen, haben vieles noch nicht gesehen. Zum Beispiel das wabbelige Grüne, das hier und da auf dem Boden liegt. „Das ist Meersalat“, erklärt Dark. Das ist eine Alge. Sie könne man wie normalen Salat essen. Sie müsse nur gründlich gewaschen werden, weil sie sonst viel zu salzig sei.

Der Sand fühlt sich kalt und fest unter den Füßen an. Steht man länger auf der Stelle und tritt ein bisschen hin und her, sinkt man langsam ein. „Die Möwen machen das auch so“, sagt Dark. Die Kuhle, die dabei entsteht, nennt sich Trampelwanne (rundes Foto ). Darin finden manche Möwen auch Muscheln, die sie im Ganzen schlucken.

„Weil die Möwe keine Zähne hat, werden die Muscheln vom Magen geknackt“, sagt der Wattführer. Stunden später speit die Möwe dann einen Ballen hervor: Alles, was der Magen nicht verdauen konnte.

In einem dieser Speiballen sind auch Krebsscheren zu sehen. Krebse stehen ganz oben auf der Speisekarte der Möwen. Auf dem Boden des Meeres finden sich viele tote und auch lebendige Krebse. Manchmal sind es auch nur die Panzer. Besonders viele Krebse haben sich an einem alten Wrack versammelt. Es bietet zahlreichen Meerestieren und Pflanzen ein Zuhause. „Ein ganz besonderer Bewohner ist der Einsiedlerkrebs“, sagt Dark. Dark könnte noch viel über das Watt und seine Bewohner erzählen. Doch die Flut kommt. Deshalb geht es jetzt zügig auf die Insel Föhr zu.

Autorin: Helen Ahmad

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