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Kinderseite

11. Dezember 2016 | 11:02 Uhr

Drachen : Spiel mit dem Wind

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Bunte Drachen am Himmel begeistern Kinder und Erwachsene.

Wenn der Wind draußen schön kräftig weht, ist es soweit. Am Himmel tanzen farbenfrohe Punkte, die sich bei näherem Hinsehen als lustige, manchmal auch unheimliche Figuren entpuppen. Drachen steigen zu lassen, macht nicht nur Kindern Spaß. Auch Erwachsene können sich dafür begeistern. Manche fahren zu Drachenfestivals, um dort ihre selbstgebauten ausgefallenen Modelle mit anderen um die Wette fliegen zu lassen. Berühmt sind die jährlichen Internationalen Drachenfestivals in Weifang (China), Pasir Gudang (Malaysia) und auf der dänischen Insel Fanø. Aber auch in Deutschland gibt es das ganze Jahr über an vielen Orten Drachenfestivals.

Drachen haben eine lange Geschichte: Schon im 5. Jahrhundert vor Christus soll es in China Drachen gegeben haben. Sie bestanden aus Bambusstäben und Seide, später auch aus Papier, weil das billiger war. Sie waren sehr leicht und zerbrechlich und flogen auch bei schwachem Wind hervorragend. In Asien ist der Drachen ein Symbol für Glück und Wohlstand. Bei vielen Volksfesten ist es deshalb auch heute noch üblich, Drachen steigen zu lassen.

Nach Europa kamen die ersten Spielzeugdrachen im 16. Jahrhundert. Holländische, englische und portugiesische Kaufleute brachten sie von ihren Reisen aus Asien mit. Etwa 200 Jahre später kamen Wissenschaftler auf die Idee, die beliebten Spielzeugdrachen für Forschungszwecke einzusetzen. So konnten Meteorologen Temperaturen in verschiedenen Höhen messen. Der Amerikaner Benjamin Franklin nutzte Drachen, um die Wirkung von Blitzen zu untersuchen. Später erfand er den Blitzableiter.

Heute werden Drachen oft aus Segeltuch hergestellt. Das Gestänge ist meist aus Aluminium oder Kunststoff. Einen Drachen zu bauen, ist eine richtige Kunst. Auch der Schwanz ist nicht nur Schmuck, sondern soll das Gefährt im Flug stabilisieren. Während die ersten Drachen an nur einer Leine flogen, gibt es heute viele Arten von Lenkdrachen mit mehreren Drachenschnüren. Wer gut damit umgehen kann, lässt das Gefährt am Himmel Loopings, Schrauben und andere Figuren fliegen.

An der Küste merkt man bei starkem Wind schnell, wieviel Kraft in so einem Drachen steckt. Das haben sich auch Sportler zu Nutze gemacht. Kitesurfen und Kitebuggyfahren sind Sportarten, bei denen Drache und Wind dafür sorgen, dass es im vollen Tempo auf dem Wasser oder am Strand vorangeht – manchmal ist der Drache so stark, dass die Sportler sogar vom Erdboden abheben!

Autorin: Maren Herbst


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