zur Navigation springen

Kinderseite

10. Dezember 2016 | 17:35 Uhr

Monat : Nass, kalt – und still

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Warum der November so unbeliebt ist und woher die Monate ihre Namen haben.

„Solchen Monat muß man loben: Keiner kann wie dieser toben“, sagte schon der Dichter Heinrich Seidel (1842-1906) in seinem Gedicht über den November. Langsam neigt sich das Jahr dem Ende zu. Die Tage werden kürzer. Den November mögen viele Menschen nicht, weil er oft neblig, nass und kalt ist. So hat man ihn auch zum „Stillen Monat“ erklärt. Viele Trauertage wurden deshalb auch in diesen Monat gelegt.

An einem Novembersonntag, dem Volkstrauertag, gedenken wir aller Opfer und Soldaten, die in den Kriegen gestorben sind. Gleich zu Anfang, am 1. November ist das Fest „Allerheiligen“. Die Gläubigen der katholischen Kirche denken an die Menschen, die zu Heiligen erklärt wurden. Am 2. November begeht die katholische Kirche den Feiertag „Allerseelen“. Hier nun wird an alle Verstorbenen gedacht. Auch die Gläubigen der evangelischen Kirche, denken an einem Sonntag ihrer Verstorbenen, dem Totensonntag. Der fällt auf den letzten Sonntag vor dem 1. Adventssonntag.

Warum heißt der November so? „Novem“ ist lateinisch und bedeutet „Neun“. Obwohl der November für uns der elfte Monat ist, war er bei den Römern der neunte. Weil im alten Rom bis 153 vor Christus das Jahr im März begann und im Februar endete. Der erste Monat im damaligen römischen Kalender, der März, ist nach dem römischen Kriegsgott Mars benannt. April kommt von „Aphrodite“, der griechischen Liebesgöttin. Bei den Römern hieß sie „Venus“, dennoch nannten sie den Monat nach der griechischen Göttin.

Der Name Mai kommt von lateinisch „maiores“ = die Vorfahren und Juni = „juniores“, die Jüngeren. Einer der berühmtesten Herrscher Roms war Gaius Julius Cäsar. Der Juli wurde zu seinen Ehren nach ihm benannt. Sein Nachfolger war der erste römische Kaiser Augustus. Er lebte von 63 vor Christus bis 14 nach Christus. Ihm gewidmet war der Monat August. Der siebte Monat bei den alten Römern, war der September, von lateinisch septem = sieben. Der Oktober war der achte Monat, von lateinisch octo = acht, der November hatte seinen Namen von novem = neun. Dann kam der zehnte Monat, lateinisch decem = zehn. Der Januar war dem römischen Gott Janus gewidmet. Ein Gott des Anfangs und des Endes. Er wird oft mit zwei Köpfen dargestellt. Man sagt auch heute noch zu Menschen, die zwei gegensätzliche Meinungen vertreten, sie seien janusköpfig. Der Februar bekam seinen Namen vom lateinischen februare = reinigen. Man benannte den Monat nach dem römischen Reinigungsfest Februa. Ab 153 vor Christus zählte das Jahr im römischen Kalender auch von Januar bis Dezember. Die Namen unserer Monate haben noch immer ihren Ursprung daher.

Autorin: Silvia Friedrich

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen