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Kinderseite

08. Dezember 2016 | 06:56 Uhr

Helden pakistanischer Kinder : Mit Superkräften gegen das Böse

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Im Land Pakistan mögen Kinder andere Filmhelden als die Kinder in Deutschland. Zum Beispiel „Die drei Tapferen“.

Amna rennt so schnell, wie ein Flugzeug fliegen kann. Sadi hat ein Gehirn so schlau wie ein Supercomputer. Und Kamil kann auch die allerleisesten Geräusche hören. Die drei gehen noch zur Schule. Aber mit ihren Superkräften haben sie ihre Stadt schon vor den grausamsten Gefahren gerettet.

Das Mädchen Amna sowie die beiden Jungen Sadi und Kamil sind die Lieblingshelden von Millionen Kindern in Pakistan. Man muss von uns aus etwa zehn Stunden mit dem Flugzeug reisen, um Pakistan zu erreichen. Es ist ein ziemlich großes Land. Etwa 90 Millionen Kinder und Jugendliche leben dort.

Sadi, Amna und Kamil sind Helden eines Zeichentrickfilms. „Die drei Tapferen“ heißt er. Oder in Urdu, einer Sprache des Landes: „3 Bahadur“. Pakistanische Kinder kennen auch „Frozen“ oder „Spiderman“ oder Disney-Prinzessinnen. Aber die drei Tapferen haben alle anderen Kinderfilme bei Weitem geschlagen. Das liegt auch daran, dass es in Pakistan nur ganz wenige Kinofilme für Kinder gibt. Und besonders wenige in der Sprache Urdu. Die Filme, die es gibt, stammen aus Indien oder den USA. Sie sind in den Sprachen dieser Länder, also Hindi und Englisch. Diese verstehen viele pakistanische Kinder nicht. Pakistan ist ein armes Land, und viele Kinder gehen nicht zur Schule. Nun wird gerade der zweite Teil von „3 Bahadur“ fürs Kino fertig gemacht. Millionen Kinder in Pakistan freuen sich schon darauf. Ausgedacht hat sich die Filme eine Frau. Sie heißt Sharmeen Obaid Chinoy. Sie ist berühmt, weil sie zwei Mal einen wichtigen Filmpreis bekommen hat: den Oscar.

Die Filme-Macherin dreht vor allem Dokumentationen. Das sind Filme, die keine ausgedachten Geschichten erzählen. Sondern die zeigen wollen, wie etwas wirklich ist. In den Dokumentationen von Sharmeen Obaid Chinoy geht es um die wirklichen Sorgen der Menschen in Pakistan. Die Filme-Macherin hat zwei Töchter. Sie findet es traurig, dass es in Pakistan so wenige Vorbilder für Kinder gibt. Deshalb hat sie die drei Helden erfunden, die gegen das Böse kämpfen.

Im ersten und zweiten Teil des Zeichentrickfilms lernt man viel über Pakistan. Die drei Kinder lösen Probleme, die im Land typisch sind. Es geht zum Beispiel um Wasser. In Pakistan haben viele Leute kaum sauberes Wasser. Außerdem zeigt der Film, dass Mädchen genauso viel können wie Jungs. In Pakistan werden Mädchen manchmal behandelt, als seien sie weniger wert als Jungen. Aber im Film hilft Amna den Jungs oft aus der Klemme.

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erstellt am 25.Okt.2016 | 18:34 Uhr

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