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09. Dezember 2016 | 16:33 Uhr

Tierwelt : Klein, wild und bedroht

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Sie ist die kleinste Wildkatze Afrikas: die Schwarzfußkatze. Der Wissenschaftler Alexander Sliwa erforscht sie.

Sie sind klein. Sie sehen süß aus. Und normalerweise sind sie superscheu. Aber wenn es darauf ankommt, können Schwarzfußkatzen kämpfen wie der größte Löwe! „Schwarzfußkatzen haben den Ruf, sehr wild und unzähmbar zu sein“, erzählt Alexander Sliwa. Seit vielen Jahren schon erforscht er die seltenen Wildkatzen. „Ihren Namen haben die Tiere von den schwarzen Sohlen ihrer Pfoten“, erklärt der Fachmann.

Regelmäßig fährt Alexander Sliwa nach Südafrika. Dort leben die Schwarzfußkatzen hauptsächlich. Zusammen mit anderen Kollegen versucht er, einige der scheuen Tiere aufzuspüren und einzufangen.

Das ist gar nicht so einfach! Tagsüber verstecken sich die Tiere zum Beispiel in verlassenen Hügeln von Termiten oder unter der Erde in den Gängen von Springhasen. Dann müssen die Forscher die Katzen vorsichtig ausgraben. Das dauert oft mehrere Stunden.

Die Forscher legen den Tieren dann ein Halsband an, mit einem kleinen Sender daran. So wollen sie mehr über das Verhalten der Tiere herausfinden.

Was sie schon wissen: Schwarzfußkatzen sind nachtaktiv. Sie gehen oft erst bei Dunkelheit auf die Jagd. In einer Nacht können sie bis zu 30 Kilometer zurücklegen.

Von den Schwarzfußkatzen gibt es heute nur noch einige Tausend. Deshalb stehen die Tiere auch auf der Roten Liste für gefährdete Tierarten. Dass die Schwarzfußkatzen bedroht sind, hat verschiedene Gründe. Zum Beispiel wird ihr Lebensraum immer mehr zerstört und als Weideland für Rinder genutzt. Die Bauern stellen auch Fallen auf oder legen Gift aus.

Aber die Tiere haben noch ein anderes Problem: Viele erwachsene Katzen sterben an einer geheimnisvollen Krankheit, bei der die Nieren der Tiere kaputtgehen. Nieren sind wichtige Organe. Sie reinigen zum Beispiel das Blut und filtern Giftstoffe heraus. Außerdem regeln die Nieren den Wasserhaushalt. Sie sorgen zum Beispiel dafür, dass der Körper Flüssigkeit speichert oder mit dem Urin ausscheidet.

„Wenn man eine Schwarzfußkatze trinken sieht, weiß man, dass sie krank ist“, erklärt Alexander Sliwa. Denn normalerweise trinken die Tiere nicht. Sie nehmen genügend Flüssigkeit über ihre Beutetiere auf. Woher diese Krankheit kommt und wie sie entsteht, wollen Alexander Sliwa und seine Kollegen herausfinden.

Autorin: Stefanie Paul

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