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26. März 2017 | 00:40 Uhr

Sport : Daniela Jentsch liest das Eis

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Schieben und wischen: Das ist Curling. Wir haben mit einer Sportlerin gesprochen, die bei der WM antritt.

Daniela Jentsch stand schon als Kind auf der Eisbahn – allerdings nicht zum Schlittschuhlaufen. Die Frau ist Curling-Profi. Von heute an tritt sie für Deutschland bei der Weltmeisterschaft an. Beim Curling schieben die Sportler runde Steine auf eine Bahn. Sie versuchen, die Steine in einem Kreis zu platzieren, möglichst mittig.

Der Haken: Der Gegner versucht genau das Gleiche und kann die anderen Steine rausschießen. Manche Spieler sind auch dafür zuständig, mit speziellen Besen vor dem gleitenden Stein zu wischen. David Kluthe hat Daniela Jentsch gefragt, worauf es beim Curling ankommt.

Wie wird man zum Curling-Profi?

Daniela Jentsch: Ich habe von klein auf immer Curling gespielt, weil meine Eltern beide gespielt haben. Mit 15 Jahren war ich auf meiner ersten Junioren-Weltmeisterschaft.

Sie haben im deutschen Team eine besondere Aufgabe: Sie sind der Skip. Was bedeutet das?

Ich spiele die letzten beiden Steine. Ich habe also den größten Druck, weil nach mir keiner mehr kommt.

Ansonsten bin ich so etwas wie der Team-Kapitän. Ich stehe hinten und sage den Mitspielern, wohin die Steine gespielt werden sollen. Ich bestimme also die Taktik für das Spiel. Außerdem muss ich das Eis lesen.

Das Eis lesen? Wie soll das denn gehen?

Jedes Eis ist unterschiedlich. Manchmal ist das Eis total langsam. Dann muss man sich viel fester abstoßen. Schwieriger zu lesen ist die Drehung des Steins. Der Stein macht ja eine Kurve auf der Bahn. Wenn er sich auf dem Eis gar nicht dreht, macht es das Ganze schwieriger. Das findet man aber relativ schnell heraus, wenn man schon länger spielt.

Woher wissen Sie denn, mit welchem Eis Sie es zu tun haben?

Wenn man neu in die Halle hereinkommt, hat man erst mal keine Ahnung. Dann kann man gucken, ob vielleicht schon vor einem jemand spielt. So kann man sehen, wie die Steine über das Eis gleiten. Dann muss man es einfach austesten. Bei Meisterschaften dürfen wir uns vorher einspielen.

Was finden Sie besser: Ihre Steine in der Mitte zu platzieren oder gegnerische Steine rauszuschießen?

Das kommt ganz auf die Situation an. Manchmal muss ich nur noch einen Stein dazulegen, dann natürlich so nah wie möglich in die Mitte. Man kann aber auch mal zwei oder drei gegnerische Steine auf einmal rausschießen. Da braucht man viel Kraft und viel Genauigkeit. Oft reicht es auch, nur in die Nähe der Mitte zu kommen, um besser zu liegen als der Gegner.

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